Sa, 20. Oktober 2018

Autohändler Wipplinger

20.09.2018 18:00

„Diese Diesel-Diskussion ist so haarsträubend“

Abgas-Affäre, Software-Pannen, Fahrverbote halten die Autoindustrie in Atem. Auf die Verkaufszahlen hat das Auswirkungen, das spüren auch die Händler in Oberösterreich. „Viele Kunden kommen mit der Einstellung: ,Diesel will ich keinen mehr‘“, sagt etwa Ernest Wipplinger, der zwei Autohäuser bei Linz betreibt.

140.013 Benziner und damit um 32.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2017, 107.184 Diesel-Autos und damit um rund 15.000 weniger als zwischen Jänner und August des Vorjahres - die Zahlen der neu zugelassenen Pkw in Österreich, die die Statistik Austria zuletzt veröffentlichte, sprechen eine klare Sprache. Österreich als „Diesel-Land“ zu bezeichnen, wäre heute nicht mehr richtig. „Dabei ist diese Diesel-Diskussion so haarsträubend“, sagt Autohändler Ernest Wipplinger, der sich ärgert: „Es gibt sehr viele Fehlinformationen, die verunsichern die Menschen total.“

“Der kleine Mann soll das büßen“
Das Thema Umwelt werde mit Füßen getreten, meint er. Dass ausgerechnet Städte wie Frankfurt am Main, wo ein Mega-Flughafen angesiedelt ist, aus Umweltgründen ältere Diesel-Modelle mit einem Fahrverbot ab Februar 2019 aussperren will, lässt Wipplinger regelrecht sprachlos zurück. „Der kleine Mann soll das büßen“, ärgert sich jener Mann, der in seinen Autohäusern in Leonding und Steyregg die Unsicherheit regelrecht spüren kann.

Abgas-„Musterschüler“
Wipplinger weiß, dass viel Aufklärung und Information notwendig ist. Er selbst macht mit seinem 70-köpfigen Team nun für den Honda Civic 1.6 i-dtec mobil, ein Diesel-Modell. „Das ist ein Wunderding“, schwärmt er, „der unterschreitet jetzt schon alle Werte, die bei der Abgas-Norm, die erst ab dem Jahr 2020 gilt, vorgeschrieben sind.“

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger

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