Der 41-jährige oststeirische Finanzdienstleister warb im Herbst 2008 mit Unterlagen eines renommierten Anlageunternehmens um Kunden, um deren Gelder arbeiten zu lassen. Dafür wurde eine Rendite von fünf Prozent in Aussicht gestellt.
Börsenbericht manipuliert
Ein 53-jähriger Kunde übergab daraufhin 150.000 Euro an den Oststeirer. Das Geld wurde aber nicht dem Anlageunternehmen übermittelt, sondern vertragswidrig vom Finanzdienstleister selbst verwaltet und angelegt. Um seinen Klienten in Sicherheit zu wiegen, verfasste er sogar einen manipulierten Börsenbericht des Anlageunternehmens.
In der Zwischenzeit ließ der Kunde eine Überprüfung der Veranlagung durch einen anderen Finanzdienstleister durchführen. Der Betrug flog auf, der Kunde forderte das Geld sofort zurück. Das Anlageunternehmen leitete sofort eine Überprüfung bei der Finanzmarktaufsicht ein, die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Graz erstattete.
Noch keine weiteren Anzeigen eingegangen
Noch ehe Beamte des Landeskriminalamtes Steiermark die Ermittlungen einleiteten, erstattete der Finanzdienstleister dem 53-Jährige die Einzahlung samt der vereinbarten Rendite zurück. Weitere Betrugshandlungen seien bisher noch nicht angezeigt worden, so der Ermittlungsbereich Betrug des LKA.
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