12.09.2018 08:27 |

Neue Jets nötig

Doskozil: „Sicher nicht mit Firma Eurofighter“

Der ehemalige Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) hat im ORF unmissverständlich klar gemacht, dass er mit Airbus - der Herstellerfirma der Eurofighter - keine Geschäfte mehr machen würde. Es liege der Verdacht nahe, „dass Airbus die Republik betrogen hat“, sagte er im „Report“.

„Ein Häuslbauer, der von seinem Auftragnehmer betrogen wurde, wird das zweite Haus auch nicht wieder mit ihm Bauen“, stellte Doskozil einen Vergleich auf. Man dürfe nicht vergessen, dass Airbus in der Causa „in München bereits über 80 Millionen an Bußgeld bezahlt“ hat.

„Wir brauchen kein Ausschreibungsprozedere“
Der ehemalige Verteidigungsminister erklärte auch, dass ein Bieterverfahren nicht nötig sei. „Diese Frage des Bieterverfahrens stellt sich in Wirklichkeit gar nicht. Sondern die Regierung - und das wäre mein Weg - kann ganz einfach mit einem anderen Staat ein Regierungsgeschäft machen. Mit Schweden, mit Israel, mit den (Vereinigten Anm.) Staaten, mit Italien … Wir brauchen hier kein Ausschreibungsprozedere.“

Zu Airbus fehle zudem jegliche Gesprächsbasis. „Man verweigert sich. Man geht auch nicht auf die Republik zu, um den Schaden wiedergutzumachen, und dann soll man mit so einem Geschäftspartner wieder in eine Geschäftsbeziehung treten? Also das wäre für mich mehr als skurril.“

„Entscheidung sehr dringend“
Doskozil gab auch zu bedenken, dass man sich in der Frage der zukünftigen Luftraumüberwachung bald entscheiden müsse. „Die Entscheidung ist in Wirklichkeit sehr dringend zu treffen. Wir wissen ja, die Saab läuft aus. Man muss ja endlich einmal wissen, wie geht es weiter mit der Luftraumüberwachung in Österreich. Und die Entscheidung sollte noch in diesem Jahr fallen.“ Am Ende des Gesprächs machte der frisch gekürte burgenländische SPÖ-Chef seine Meinung noch einmal unmissverständlich klar: „Mit einem derartigen Geschäftspartner kann es keine Geschäfte über eine zukünftige Luftraumüberwachung geben."

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