Di, 20. November 2018

Kriegssouvenir

06.09.2018 16:19

Scharfe Granate lag 75 Jahre auf Schreibtisch

Auf Reisen nimmt man sich gerne das ein oder andere Andenken mit, an dem man sich - wieder zu Hause angekommen - erfreuen und die damit verbundenen Erlebnisse so lange wie möglich in Erinnerung behalten kann. Ein deutscher Soldat machte dies ebenfalls in den 40er-Jahren. Sein Souvenir war allerdings eine scharfe russische Splittergranate aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese lag 75 Jahre lang auf einem Schreibtisch im nordrhein-westfälischen Leverkusen herum. Mittwochfrüh kam schließlich die Witwe des Soldaten mit dem Kriegsrelikt in eine Polizeistation, um es dort abzugeben - und löste damit einen Großeinsatz aus.

„Mein Mann hat die Granate 1943 aus dem Krieg mitgebracht. Seitdem lag sie zu Hause auf dem Schreibtisch“, erklärte die 90-Jährige. Nachdem ihr Gatte verstorben war, wollte sie dieses Souvenir vom Schlachtfeld nicht länger behalten, sagte sie. Die Beamten reagierten sofort und sperrten das Gebäude ab.

Ein Entschärfer der Bundespolizei wurde alarmiert, fast zweieinhalb Stunden durfte niemand die Wache betreten. Gegen 11.20 Uhr habe der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit beendet, so die Exekutive. In einer Aussendung warnte die Polizei nach dem brenzligen Vorfall davor, „alte Munition oder Teile davon selbst zu transportieren, um sie entsorgen zu lassen. Dafür gibt es Spezialisten, die sich mit den Gefahren genau auskennen und über die Polizei angefordert werden.“

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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