31.08.2018 15:26 |

Revolution kommt

Regierung will totale Digitalisierung der Schule

Nach dem Besuch einer Schule in Hongkong mit voll digitalisiertem Unterricht in der ostasiatischen Metropole war es für den Kanzler und sein Ministerteam im Zuge ihrer „Asienoffensive“ klar: Höchste Zeit, dass auch wir den Anschluss an den Schulunterricht des 21. Jahrhunderts finden! Kleine Knirpse beim Basteln mit digitalen Elementen, der Stick am Tablet hat den alten Buntstift ersetzt, Achtjährige surfen in der 3-D-Welt: Das ist die Realität in Asien, das ist die Basis ihrer Erfolge.

Digitalisierung kann schöpferische Leistung befeuern. So macht Lernen Freude. Bundeskanzler Sebastian Kurz ist beeindruckt: „Die digitale Revolution ist die größte Veränderung seit der Erfindung des Buchdrucks vor 500 Jahren.“

Kurz: Ziel ist das „Digitale Klassenzimmer“
Kurz und Bildungsminister Heinz Faßmann kündigen dazu einen Masterplan für die Digitalisierung der Schule bis Jahresende und die Umsetzung innerhalb der Legislaturperiode an. Kurz: “Ziel ist das ,Digitale Klassenzimmer‘. Auch wir müssen die Schulen fit für das 21. Jahrhundert machen.“

Dazu braucht es aber auch die digitale Kompetenz des Lehrpersonals. Minister Faßmann: „Es nützt nichts, wenn wir die beste Software zur Verfügung stellen, sie aber nicht sinnvoll in den Unterricht einbringen. Wir müssen die digitale Kompetenz schaffen.“ Der Bildungsminister kündigt Fortbildungsprogramme für das Lehrpersonal an: „Wir müssen die Lehrenden erreichen, damit sie die Digitalisierung optimal vermitteln können.“

Faßmann: Lehrpläne entrümpeln!
Digitalisierung als Unterrichtsfach soll die Schüler aber nicht zusätzlich mit noch mehr Lernstoff belasten. Ganz im Gegenteil: Der Bildungsminister will andere Lehrpläne entrümpeln: „Es macht wenig Sinn, Wissensstoff auf eine Art zu vermitteln, die man auf digitaler Basis viel besser rüberbringen kann.“

Faßmann sprach sich zudem neuerlich gegen ein Handyverbot an Schulen aus: „Man kann den Umgang damit nicht lehren, wenn man sie ihnen wegnimmt.“

Kurt Seinitz, Kronen Zeitung

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