31.08.2018 11:07 |

2017: 39 Verletzte

Den Schulweg schon jetzt mit den Kindern üben

In zehn Tagen startet in Salzburg wieder die Schule. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) empfiehlt Eltern von Kindern unter zwölf Jahren den Schulweg gemeinsam mit dem Kind zu üben. Im Vorjahr wurden im Land Salzburg bei 39 Schulwegunfällen 39 Kinder verletzt.

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. In den Jahren 2016 und 2015 passierten jeweils 36 Schulwegunfälle, im Jahr 2014 waren es 43 und im Jahr 2013 ereigneten sich 39 Unfälle. Für Kinder ist sehr wichtig, dass sie den Schulweg oder zumindest einen Teil davon zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen können.

Auch für die Verkehrssicherheit ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder nicht mit dem Auto zur Schule bringen und das nicht nur, weil mehr Autoverkehr vor der Schule das Unfallrisiko für Kinder erhöht. „Im Vergleich zu den Wegen, die Kinder nach der Schule in der Freizeit zurücklegen sind Schulwege sicherer. Am Schulweg gibt es Schülerlotsen, es sind mehr Kinder unterwegs, die Achtsamkeit von Autofahrern ist höher. Damit können Kinder am Schulweg Kompetenz für das Verhalten im Straßenverkehr erwerben und sind damit in der Freizeit sicherer unterwegs“, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Im Vorjahr verunglückten 226 Kinder bei Verkehrsunfällen im Land Salzburg, 83 Prozent davon nicht am Schulweg, sondern in der Freizeit.

Sogenannte Schulstraßen tragen dazu bei, dass Kinder sicher zur Schule kommen. Dabei wird etwa eine halbe Stunde vor dem Unterricht die Straße für den Autoverkehr gesperrt. In der Stadt Salzburg wurde im Vorjahr vor sechs Volksschulen (Campus Mirabell, Morzg, Lehen 1 und 2 sowie Maxglan 1 und 2) dieses Modell eingeführt, weil es davor durch Elterntaxis viel Autoverkehr gab und es dadurch zu gefährlichen Situationen für die Kinder kam. Durch die Schulstraße hat sich die Situation für die Kinder verbessert.

Ab dem 10. Lebensjahr können Kinder mit absolvierter Radfahrprüfung mit dem Rad zur Schule fahren. Eltern von Kindern unter 12 Jahren wird empfohlen die letzten Ferientage zu nutzen, um den Schulweg gemeinsam mit dem Kind zu gehen und das richtige Verhalten zu besprechen. Bei Schulanfängern und bei Kindern, die die Schule wechseln, ist es wichtig, den besten Schulweg zu eruieren. Konkret heißt das, jene Route zu nehmen, wo weniger Autos fahren und weniger Straßen zu überqueren sind. Kinder können erst ab dem 9. Lebensjahr Entfernungen richtig abschätzen, das Abschätzen von Geschwindigkeit ist erst danach möglich. Und als Regel sollte gelten: Am Schulweg bleibt das Handy in der Schultasche. Wer am Schulweg Gefahrenstellen sieht, unbedingt die Gemeinde darüber informieren, damit Maßnahmen gesetzt werden.

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