Di, 13. November 2018

„Schwerer Schock“

17.08.2018 22:35

1150 Jobs weg: Tiefe Betroffenheit bei Kika/Leiner

Donnerstagabend nach Geschäftsschluss wurden die Mitarbeiter von Kika/Leiner über die Schließungen und den Abbau von 1150 Stellen informiert. Die Betriebsräte sprechen von einem „schweren Schock“, äußern aber Verständnis für die Maßnahmen, weil sie für das Gesunden der Möbelkette notwendig sind. 

Über Sozialpläne wird ab sofort in allen Bundesländern verhandelt. Wegen der guten Konjunktur gibt es Hoffnung, dass Fachkräfte rasch wieder unterkommen.

Hoffnung für gekündigte Mitarbeiter
Ein Beispiel: Von den Mitarbeitern der ehemaligen Kika-Filiale in Wolfsberg, die im Frühjahr zugesperrt wurde, soll bereits jeder Zweite wieder einen Job haben. Immer wieder wird als Vorbild die deutsche Kaufhauskette Karstadt genannt, wo Signa Retail als Eigentümer anfangs auch 20 Prozent der Belegschaft abgebaut hat, aber binnen drei Jahren die Rückkehr in die Gewinnzone schaffte.

Eigentümer wollen Sanierung durchziehen
Experten weisen darauf hin, dass Kika/Leiner im Verhältnis zur starken Konkurrenz (XXXLutz, IKEA) schon immer höhere Kosten hatte. Die Probleme des früheren Eigentümers Steinhoff haben die Situation im ersten Halbjahr verschärft, weil bei den Kunden eine gewisse Zurückhaltung spürbar war. Viele wollten keine Anzahlungen mehr leisten. Doch bei Signa ist man fest entschlossen, an Kika/Leiner festzuhalten und die Sanierung durchzuziehen.

„Nicht alle werden arbeitslos“
AMS-Vorstand Johannes Kopf teilte am Freitagabend in der „ZiB 2“mit, dass Signa bereits 1121 Personen beim Arbeitsmarktservice im Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet habe. Kopf betonte aber, dass nicht alle tatsächlich arbeitslos würden. Auch in der Vergangenheit hätten nach Jobverlusten im Handel viele neue Stellen gefunden. Kika/Leiner habe immer auf Qualität Wert gelegt, die Beschäftigten seien gut ausgebildet und daher auch vermittelbar. Der AMS-Chef verwies darauf, dass es im Handel derzeit große Umwälzungen gebe, insbesondere durch die Digitalisierung und den Internethandel. Hier habe Kika/Leiner noch Aufholbedarf.

Kronen Zeitung/krone.at

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