Anschober auf Bremse:

Tempo 140 darf kein Freibrief für‘s Rasen sein!

Oberösterreich
11.08.2018 16:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Debatte um die Teststrecken für Tempo 140 in Niederösterreich und Oberösterreich hat aufgezeigt, dass die Bundesländer sehr unterschiedlich beim Ahnden von Geschwindigkeitsüberschreitungen vorgehen. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) fordert einen strengen und einheitlichen Tempolimit-Vollzug.

Es gibt unter den Bundesländern keine einheitlichen Toleranzgrenzen beim Vollzug der Tempolimits, außer bei der Section Control. Anschober: „Das ist weder für die betroffenen Autofahrer, noch für die breite Öffentlichkeit nachvollziehbar. Tempo 140 darf kein Freibrief für 159 km/h sein, das ist klar. Innerhalb Österreichs brauchen wir aber einheitliche Regeln. Ich fordere daher, dass es zu einer Vereinheitlichung des Vollzugs kommt - bei geringer Toleranzmarge.“

Schadstoff-Ausstoß steigt übermäßig
 Die Begründung des Umwelt-Landesrats: „Damit wird es einerseits für die Autofahrer einheitlich und transparent, andererseits wissen wir, dass der Schadstoff-Ausstoß bei immer höheren Geschwindigkeiten übermäßig ansteigt.“

Üppige Toleranz-Draufgabe
 Aber wie kommt er auf die 159 km/h? Die Verkehrsabteilung des Landes Oberösterreich hat die Toleranzmarge (also Draufgabe) mit 10 km/h festgelegt. Das heißt, erst ab 11 km/h zu schnell wird gestraft. Dazu kommt noch die österreichweit einheitliche Vorgabe des Eichamtes von 5% Zuschlag, um die Messungenauigkeit bei einem herkömmlichen Radargerät zu berücksichtigen. In Summe heißt das, dass erst ab 159 km/h gestraft wird.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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