So, 23. September 2018

Anschober auf Bremse:

11.08.2018 16:00

Tempo 140 darf kein Freibrief für‘s Rasen sein!

Die Debatte um die Teststrecken für Tempo 140 in Niederösterreich und Oberösterreich hat aufgezeigt, dass die Bundesländer sehr unterschiedlich beim Ahnden von Geschwindigkeitsüberschreitungen vorgehen. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober (Grüne) fordert einen strengen und einheitlichen Tempolimit-Vollzug.

Es gibt unter den Bundesländern keine einheitlichen Toleranzgrenzen beim Vollzug der Tempolimits, außer bei der Section Control. Anschober: „Das ist weder für die betroffenen Autofahrer, noch für die breite Öffentlichkeit nachvollziehbar. Tempo 140 darf kein Freibrief für 159 km/h sein, das ist klar. Innerhalb Österreichs brauchen wir aber einheitliche Regeln. Ich fordere daher, dass es zu einer Vereinheitlichung des Vollzugs kommt - bei geringer Toleranzmarge.“

Schadstoff-Ausstoß steigt übermäßig
Die Begründung des Umwelt-Landesrats: „Damit wird es einerseits für die Autofahrer einheitlich und transparent, andererseits wissen wir, dass der Schadstoff-Ausstoß bei immer höheren Geschwindigkeiten übermäßig ansteigt.“

Üppige Toleranz-Draufgabe
Aber wie kommt er auf die 159 km/h? Die Verkehrsabteilung des Landes Oberösterreich hat die Toleranzmarge (also Draufgabe) mit 10 km/h festgelegt. Das heißt, erst ab 11 km/h zu schnell wird gestraft. Dazu kommt noch die österreichweit einheitliche Vorgabe des Eichamtes von 5% Zuschlag, um die Messungenauigkeit bei einem herkömmlichen Radargerät zu berücksichtigen. In Summe heißt das, dass erst ab 159 km/h gestraft wird.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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