Di, 21. August 2018

Schütze (70) geständig

28.07.2018 11:37

Schießübungen in Graz: Opfer am Bein getroffen

Ein Grazer (70) hat in den vergangenen Wochen immer wieder Schießübungen mit Luftdruckwaffen in seiner Wohnung unternommen. An mehreren Gebäuden wurden Einschusslöcher gefunden, deshalb rückte am Freitag die Polizei an. Auf einem Balkon entdeckten die Polizisten dann sieben Bierdosen nebeneinander - offenbar dienten sie als Ziel. Ein Passant dürfte sogar einen Treffer am Bein abbekommen haben.

Freitagvormittag wurde eine Streife der Polizeiinspektion Hauptbahnhof von Mitarbeiterinnen eines Geschäftslokales angesprochen, da diese mehrere verdächtige Beschädigungen an einem Gebäude in der Alten Poststraße bemerkt hatten. Die Polizisten stellten dann fest, dass es sich dabei um Einschusslöcher handelt. Weiters stellten sie am Gehsteig im Bereich des Gebäudes Projektile für Luftdruckwaffen sicher.

Anschließend bemerkten die Polizisten auf einem Balkon eines nahe gelegenen Wohnobjektes sieben nebeneinander aufgestellte Bierdosen, die wohl als Ziel verwendet worden waren.

Verdächtiger geständig
Die Beamten forderten Unterstützung an und ermittelten die betreffende Wohnung. Der 70-Jährige öffnete die Wohnungstüre und stimmte einer Nachschau in der Wohnung zu. In dieser wurden von den Beamten eindeutige Spuren gefunden, die auf die Schießübungen schließen ließen. Bei der Vernehmung zeigte sich der Verdächtige geständig und gab an, dass er nicht geglaubt habe, dass die Geschosse so weit fliegen würden.

Passant am Bein getroffen
Mehrere Waffen und Munition wurden dem 70-Jährigen abgenommen, gegen ihn wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Bei der Vernehmung der Mitarbeiterinnen des Geschäftslokals gaben diese an, dass im Zeitraum zwischen 2. und 7. Juli 2018 sogar ein Kunde von einem Projektil an einem Bein getroffen worden war. Er dürfte jedoch glücklicherweise unverletzt geblieben sein.

Die Polizeiinspektion Graz-Hauptbahnhof ersucht nun Zeugen oder Opfer, sich unter der Telefonnummer 059133/6584 zu melden.

 krone.at
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