Griechische Feuerhölle

Mutige Steirer löschten Haus mit Gartenschlauch

Österreich
25.07.2018 06:00

Mindestens 74 Menschen sind den Waldbränden in Griechenland zum Opfer gefallen. Stadtviertel in Ortschaften rund um die Hauptstadt Athen liegen seither in Schutt und Asche. Mehr als 3000 Feuerwehrleute, fünf Flugzeuge und zwei Hubschrauber waren im Einsatz gegen die Flammen (siehe Video). Mittendrin befanden sich auch Österreicher, die die Feuerhölle hautnah miterlebten.

Konstantin Tzivanopoulos reiste für einen Kurztrip und ein Rockkonzert mit einem Freund von Graz nach Rafina. Knapp neben dem Haus seiner Familie wütete die Flammenwand. Kurzerhand schnappte sich das Duo einen Gartenschlauch und rettete das Gebäude vor der Zerstörung.

(Bild: AFP/Angelus Tzortzinis)
(Bild: APA/AFP/ANGELOS TZORTZINIS)
Die Flammen hinterließen Verwüstungen ... (Bild: AFP)
Die Flammen hinterließen Verwüstungen ...
(Bild: twitter.com )
(Bild: AFP)

Keine Meldungen über verletzte Österreicher
„Fähren, die üblicherweise Urlauber von Athen aus zu den Inseln bringen, sind vom Hafen in Rafina aus sofort zu jenen Buchten gefahren, in denen sich Geflohene aufhielten“, so die in Griechenland verheiratete Niederösterreicherin Karin Mitter (30), stellvertretende Chefin des Fährunternehmens Greekferries im Büro in der kretischen Hauptstadt Heraklion. Auch auf Kreta herrschte Betroffenheit, zu Panik kam es auf der Insel zum Glück nicht. Bisher gibt es keine Meldungen über verletzte oder tote Österreicher. Laut Außenamtssprecher Thomas Schnöll zeigt sich die Sinnhaftigkeit von Reiseregistrierungen: „Als die Brände aufloderten, verschickten wir Warnungen an 3000 Auslandsösterreicher und Touristen per E-Mail.“

(Bild: APA/AFP/ANGELOS TZORTZINIS)

Emmanouil Ikonomidis (56), Geschäftsmann aus Athen, der in Wien Elektrotechnik studiert hatte, beschriebt die Situation vor Ort im Gespräch mit der „Krone“ als äußerst dramatisch. Nach Ausbruch der Waldbrände dauerte es mehrere Stunden, bis es zu ersten vorsichtigen Warnungen im staatlichen Fernsehen kam. „Wir wurden zu spät vor dem Feuer gewarnt“, so sein schwerer Vorwurf.

Video: Flammeninferno in Griechenland

Kronen Zeitung

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