Sa, 20. Oktober 2018

Große Erleichterung

19.07.2018 10:47

Familie schließt Höhlenhelden wieder in ihre Arme

Rührende Aufnahmen aus Thailand: Duganpet Promtep ist nach der erfolgreichen Rettung aus der überfluteten Tham-Luang-Höhle wieder zu seiner Familie zurückgekehrt. Der 13-Jährige wird herzlich von seinen Angehörigen in Empfang genommen. Die Ärzte, die den Buben mit dem Spitznamen Dom nach der anstrengenden Tortur behandelten, werden jedoch weniger begeistert von dem Video sein: Sie rieten den Kindern, mindestens einen Monat lang Kontakt mit Medien zu vermeiden, um posttraumatische Belastungsstörungen zu vermeiden.

Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz durften die Fußballer endlich nach Hause zurückkehren. Ein Regierungssprecher erklärte, der Medientermin diene dazu, „dass die Medien sie befragen können, und dass sie danach in ihr normales Leben zurückkehren können, ohne dass die Medien sie behelligen“. Vorerst sieht es jedoch nicht so aus, als sei das öffentliche Interesse am Schicksal der Buben damit gestillt.

Nachdem Dom das Drama gut überstanden hatte, wurde er am Mittwochabend in seinen Heimatort Mae Sai gebracht. Dort wird er von seiner Familie und Nachbarn willkommen geheißen. Tapfer lächelt Dom in die Kamera, lässt Selfies mit sich schießen. Seine Großmutter gibt ihm ein Küsschen.

Buddistische Zeremonie soll Buben vor weiterem Unglück bewahren
Auch ein weiterer Termin der Buben wurde von Kameras begleitet: Sie nahmen am Donnerstag an einer buddhistischen Zeremonie teil. Diese soll sie vor Pech beschützen. Auch viele Verwandte nahmen an dem Gottesdienst teil. Nur einer der Fußballer war nicht dabei: Adul Sam-on ist kein Buddhist und verzichtete aus diesem Grund auf eine Teilnahme. Der Trainer der Burschen sagte, er könne nun endlich entspannen, nachdem die Kinder wieder bei ihren Familien sind. „Ich bin sehr glücklich, zu Hause zu sein. Ich konnte letzte Nacht endlich gut schlafen“, berichtete Ekapol Chanthawong.

Die Buben haben außerdem verkündet, buddhistische Novizen werden zu wollen. Mit diesem Schritt wollen sie den verunglückten Taucher der thailändischen Navy Seals ehren, der bei der Vorbereitung der riskanten Rettungsaktion starb.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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