Sa, 20. Oktober 2018

In Innsbrucker Messe

06.07.2018 07:20

3200 Tische aus Italien für Medizin-Aufnahmetest

Am Freitag ist für mehr als 3600 Bewerber, die ab Herbst in Innsbruck Medizin studieren möchten, der große Tag der Entscheidung: Sie müssen im alles entscheidenden Aufnahmetest in der Messehalle überzeugen! Es ist ein Großevent, das die Veranstalter ein Jahr lang akribisch planen und das ihnen so einiges abverlangt.

Mehr als 3600 Anmeldungen, lediglich 400 Studienplätze - und zwar 360 für das Human- sowie 40 für das Zahnmedizinstudium: An die Medizinische Universität Innsbruck wird es somit nur ein Bruchteil von all jenen schaffen, die beim österreichweiten einheitlichen Aufnahmetest antreten (parallel findet er heute auch in Wien, Graz und Linz statt).

Dass das Auswahlverfahren in dieser Dimension überhaupt möglich ist, ist den fleißigen Mitarbeitern der Fakultät zu verdanken. „Nachdem ein Test erfolgreich absolviert wurde, starten bereits wieder die Vorbereitungen für das folgende Jahr“, erklärt Peter Loidl, Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten an der Medizinischen Universität Innsbruck, und ergänzt: „Es müssen Verordnungen gemacht, Vorbereitungen im EDV-Bereich getätigt und Stell-, Flucht- sowie Evakuierungspläne ausgearbeitet werden. Das hört nie auf.“

„Muss alles ident sein“
Um alle Bewerber gemeinsam unterzubringen, werden die Hallen bei der Messe Innsbruck angemietet. Die große Herausforderung dabei ist, diese Hallen mit dem notwendigen Mobiliar auszustatten. „Die Tische und Stühle müssen alle gleich sein. Jeder Kandidat muss dieselben Bedingungen vorfinden, sonst hätten wir auf der Stelle Klagen am Hals“, verdeutlicht Loidl. Bei den Stühlen ist es noch einfach, denn die Messe selbst verfügt über die nötige Anzahl.

Eine Herausforderung stellen hingegen die Tische dar. „3200 idente Tische mit den Maßen 70 mal 50 Zentimeter werden eigens für den Test aus Süditalien angeliefert - und zwar schlichtweg weil sie bei uns keiner hat“, sagt der Vizerektor.

7500 Testhefte & Bögen
Rund 220 Mitarbeiter der Fakultät übernehmen die Aufsichtsfunktion, zusätzlich sind 60 Mitarbeiter des Österreichischen Wachdienstes sowie Rettungskräfte und Polizeibeamte den ganzen Tag im Einsatz. „7500 Testhefte und Antwortbögen bereiten wir vor. Bevor diese zur Auswertung nach Graz gebracht werden, werden sie von uns eingescannt. Sollte dem Transporter auf der Fahrt etwas zustoßen, sind wir dadurch abgesichert“, teilt Loidl mit.

Ein Prüfungsteil wird jedoch in Innsbruck ausgewertet - und zwar der Bereich „Manuelle Fertigkeiten für die Zahnmedizin“. Dabei werden nicht nur die Testbögen der Innsbrucker Bewerber überprüft, sondern auch jene von Graz und Wien (Linz hat keine Zahnmedizin). „Insgesamt 8000 Spiegelzeichnungen und 2000 Drähte gilt es zu kontrollieren, eine Herausforderung“, schildert der Vizerektor.

Ergebnisse im August
Ab morgen beginnt dann das große Zittern, denn die Ergebnisse werden erst Anfang August verkündet. Wir drücken allen die Daumen! 

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner

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