Fr, 21. September 2018

Unterländer verurteilt

06.07.2018 06:48

Dealer mit Papierschnipsel getäuscht und beraubt

Um ihre Drogensucht zu stillen, heckten zwei Unterländer (21, 18) einen Plan aus, der sie fast in Haft brachte. Anstatt knapp 10.000 Euro brachten die beiden jungen Tiroler zu einem vereinbarten Deal mit Afghanen ein Kuvert mit Papierschnipsel sowie Pfefferspray mit und entrissen ihnen einen Sack mit einem Kilo Cannabis.

„Wir haben einen der beiden Afghanen drei, vier Tage davor kennen gelernt“, erklärten die beiden Angeklagten am Donnerstag am Innsbrucker Landesgericht. „Wir sind dann irgendwie auf diese blöde Idee gekommen.“ Die beiden Unterländer, die laut eigenen Angaben täglich jeweils bis zu 14 Joints geraucht haben, gaukelten dem Dealer vor, zwei Kilo Cannabis kaufen zu wollen. Das benötigte Geld dafür fehlte aber bei weitem. Und so stopften sie Papierschnipsel in ein Kuvert und machten sich mit einem Pfefferspray auf zum Treffpunkt. „Wir waren überrascht, dass sie zu zweit dort waren, aber wir setzten unseren Plan in die Tat um.“ Während einer einem Afghanen eine volle Ladung Reizgas in die Augen sprühte, riss der andere den Sack mit dem Suchtgift an sich. „Dabei ist etwa ein Kilo Cannabis auf die Wiese gefallen“, schilderten die Angeklagten, die nun angeblich ganz die Finger von Drogen lassen und den Raub selbst bei der Polizei anzeigten.

Knapp an Haft vorbeigeschrammt
Dank ihrer Geständnisse schrammten beide knapp am Gefängnis vorbei. Urteile: Je zwei Jahre bedingte Haft, 1440 Euro Geldstrafe und Bewährungshilfe. Nicht rechtskräftig.

Samuel Thurner
Samuel Thurner

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