Leben hinter der Couch

Petra Ott hilft Kater „Felix“ mit seiner Angst

Tierecke
04.07.2018 11:22

In Österreich gibt es nur wenige Tiercoaches, die sich auf Katzen spezialisiert haben, aber doppelt so viele Katzen wie Hunde. Dabei klagen viele Halter über Probleme im Zusammenleben mit ihren Stubentigern. Was würden Sie tun, wenn Ihr Kater immer wieder wie ein scheues Reh hinter dem Sofa sitzt, obwohl Sie schon alles ausprobiert haben? Diese Frage stellte sich eine besorgte Katzenliebhaberin und holte sich kompetente Hilfe ins Haus - die Katzenflüsterin Petra Ott.

Die diplomierte Krankenschwester Tina E. wohnt mit ihrem Mann und mit dem siebenjährigen Hauskater „Felix“ und seinen beiden Kätzinnen „Sally“, ein Jahr und „Quendulin“, auch ein Jahr, in Wien-Breitenfurt. „Felix“ kam mit der zwölften Lebenswoche vom Bauernhof und kurze Zeit später kam „Happy“ dazu - sie starb allerdings vor einem Jahr. „Happy“ war immer sehr offen gewesen und auch auf Menschen zugegangen. „Zuerst dachte ich mir, dass eventuell die beiden Kleinen etwas mit ‘Felix‘‘ Benehmen zu tun haben, doch das verneinte die Katzenhalterin - er saß einfach immer ängstlich hinter dem Sofa“, so Katzencoach Petra Ott. „Und das, obwohl er so ein tolles Fleckchen sein Revier nennen darf - er hat Freigang wann er möchte, es wird ihm immer brav die Terrassentür geöffnet, wenn er maunzt. Was ist da los?“

Der Umgang mit „speziellen“ Katzen
Egal welches Problem man hat, es kann geholfen werden. „Denn unsere Katzen sollen zufrieden und stressfrei mit uns Menschen leben - und ‘Felix‘ ist ein besonderer Kater, eine sogenannte Menschenkatze“, erklärt Petra Ott. Menschenkatzen haben einen eigenen starken persönlichen Charakter. Die Expertin: „So mancher Katzenhalter fragte mich, ob seine Katze vielleicht schizophren sei.“ Ich will bei dir sein, aber dann doch nicht. Ich will von dir gestreichelt werden, aber dann haue ich dir gleichzeitig eine runter. Das kann viele Situationen betreffen, der Mensch dann irgendwann nicht mehr, was er machen soll. „So ein Exemplar ist unser ‘Felix‘. Durch falsche Behandlung in so einem speziellen Fall läuft alles schief“, erklärt Ott.

Petra Ott mit „Quendulin“ (Bild: Petra Ott)
Petra Ott mit „Quendulin“

Maßnahmenkatalog für die Katzeneltern
Der diplomierte Tiercoach Petra Ott erstellte einen Plan für „Felix“, damit er das Vertrauen zum Menschen und das Vertrauen zu seinen neuen Mitbewohnerinnen aufbauen kann. „Stück für Stück werden wir mit ihm trainieren, damit er in seinem Leben glücklicher wird. Die Kätzinnen werden dabei eine vorbildliche Rolle spielen. Die liebevolle Geduld seiner Katzenmama wird ihm helfen, aufzutauen. Tägliche kontrollierte Freigänge ist für ihn wichtig. Aber auch die Möglichkeit, dass er einen Rückzugsort hat, wo er sich entspannen kann. Hier ist Timing ein wesentlicher Faktor, damit es gut geht. Wann wir die nächsten Schritte gehen können, sehen wir an der Körpersprache und dem Verhalten unserer Tiere. Sie geben das Tempo an“, fasst Petra Ott zusammen.

Petra Ott appelliert an alle Katzenhalter: "Bitte achten Sie auf die Körpersprache Ihrer Tiere! Ich helfe Ihnen gerne dabei!“

Buchempfehlung: „Das große Katzen-Interview“ von Petra Ott - mehr unter www.petraott.com.

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