Do, 16. August 2018

Drama in Wiener Spital

03.07.2018 14:35

Komplikationen nach OP: Leonie schwerst behindert

Leonie war schon bei ihrer Geburt in Graz winzig. Zu winzig. Kleinwüchsig. Im Orthopädischen Spital Speising in Wien sollten ihre Unterschenkel verlängert werden. Nach der Entfernung des sogenannten Fixateurs in Narkose dann das Drama: Atemstillstand, irreparable Hirnschäden. Jetzt klagt eine Anwältin an ...

Ein kleines Sorgenkind war Leonie von Geburt an - aber fröhlich und bis auf die Kleinwüchsigkeit gesund. Um ihr ein paar Zentimeter zu schenken und die Beinchen gerade zu stellen, bekam sie eine Unterschenkelverlängerung mittels Fixateur. Diese externe Stabsverschraubung wurde wieder entfernt, in Narkose - ein 20-Minuten-Eingriff.

Gehirn durch Sauerstoffmangel geschädigt
Die Mama wartete schon auf ihre Kleine. Leonie wurde gebracht, schlief. Dann plötzlich - ein lauter Schnarcher, dann nichts. Atemstillstand. Die Mutter drückte den Alarmknopf, begann in der Sekunde mit der Reanimation. Ärzte kamen. Leonie wurde auf die Intensivstation gebracht. Nach der Untersuchung die niederschmetternde Diagnose: ausgeprägte hypoxische Hirnschädigung durch Sauerstoffmangel. Leonie ist ein Pflegefall und wird es zeit ihres Lebens bleiben.

Die verzweifelten Eltern wandten sich an Anwältin Karin Prutsch, Expertin für Fälle wie diese. Sie holte ein Gutachten ein. Dieses sagt klipp und klar: „Eine einfache Pulsoxymetrie auf der Aufwachstation hätte diese Katastrophe verhindern können.“ Prutsch ist entsetzt: „Man kann doch Angehörigen nicht die medizinische Überwachung überlassen!“ 

Eltern und Anwältin haben nun bei der Wiener Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht.

Alexander Petritsch und Gabriela Gödel, Kronen Zeitung

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