Sa, 18. August 2018

Gefängnis in Graz

17.06.2018 05:27

Häftling hatte Handy in Unterhose versteckt

Vor Kurzem berichteten wir von einem Anwalt, der zehn Handys in die Karlau schmuggelte und sie in einem Mistkübel verstaute. Nun gab es wieder Wirbel um ein verstecktes Mobiltelefon: In der Justizanstalt Jakomini verletzte ein Häftling einen Beamten schwer, nachdem dieser ihn einer Leibesvisitation unterzogen hatte.

Für große Aufruhr, vor allem innerhalb der Justiz, sorgte der „Krone“-Bericht über jenen Anwalt, der zehn Handys in einem Mistkübel der Justizanstalt Graz-Karlau versteckt haben soll. Mit welchen Folgen der Advokat rechnen muss, ist unklar.

Beamter an der Nase verletzt
Auch in der Justizanstalt Jakomini kämpfen die Beamten immer wieder mit Schmuggelware. Und erneut war ein Handy das begehrte Gut: Am Samstag wurden zwei Untersuchungshäftlinge in ihrer Zelle einer Leibesvisitation unterzogen. Ein 26-Jähriger, der im Verdacht steht, Diebstähle und Einbrüche begangen zu haben, wehrte sich allerdings dagegen. Vor allem, als es darum ging, die Unterhose auszuziehen, rastete er aus, griff sich in den Schritt, stürmte mit geballter Faust auf einen Justizwachebeamten zu und verletzte diesen an der Nase. Der Bedienstete wurde bei dem Angriff schwer verletzt.

Die Beamten entdeckten schließlich ein Mini-Handy, das der Häftling in seiner Unterhose versteckt hatte.

Lob für das Verhalten der Bediensteten gibt es von Philipp Reichel seitens der Justizwache-Gewerkschaft: „Eine äußerst professionelle Arbeit der Kollegen angesichts steigender Übergriffe auf Justizwachebeamte wegen des zu toleranten Strafvollzuges!“

Monika Krisper
Monika Krisper

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