Mi, 15. August 2018

Putin in Wien

05.06.2018 13:36

Ein Präsident mit Leidenschaft für Österreich

Schüssel, Klestil, Gusenbauer, Faymann, Fischer und nun Van der Bellen und Kurz: Der seit 18 Jahren - mit Unterbrechung - regierende russische Präsident Wladimir Putin hat bei seinem sechsten Staatsbesuch am Dienstag in Wien beinahe ein Heimspiel. Putins Faible für die Alpenrepublik ist bekannt. 

Das Deutsche „Handelsblatt“ bezeichnet Österreich gar als Putins „letzten Verbündeten im Westen“. Ohne Frage sind die Beziehungen zwischen Putin und Österreich eine Besonderheit. Nicht nur wegen des seit 50 Jahren bestehenden Gasliefervertrags mit der ehemaligen Sowjetunion und nun Russland. Schon in jungen KGB-Jahren soll Putin ein Faible für Österreich entwickelt haben. Ob beruflich bedingt oder nicht, sei in diesem Fall nebensächlich.

Skifahren mit Schüssel und Klestil
In den 1980ern kam er zum Skifahren nach Österreich, und auch sein erster Staatsbesuch als Präsident 2001 hatte wintersportliche Hintergründe: Mit Kanzler Wolfgang Schüssel und Bundespräsident Thomas Klestil besuchte er die Alpine Ski-WM in St. Anton, seit diesen Tagen herrscht auch zwischen Putin und Skilegende und „Krone“-Kolumnist Karl Schranz eine enge Freundschaft. Eine solche verband ihn auch mit Klestil. 2004 schenkte Putin dem Präsidentenpaar zwei Welpen seiner Hündin „Konni“, wenig später erwies er seinem verstorbenen Amtskollegen die letzte Ehre.

Damals wie heute herrscht beim Besuch des russischen Präsidenten Ausnahmezustand in Wien. Mehrere Sperrzonen sind errichtet. Wer dennoch einen Blick auf einen der mächtigsten Männer der Welt machen will, kann das am ehesten beim Schwarzenbergplatz tun, wenn Putin einen Kranz am Heldendenkmal der Roten Armee niederlegt. Ehe es wieder heißt: „Do svidaniya, Gospodin Prezident Putin.“

Kronen Zeitung

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