Button verdrängt bei McLaren den Finnen Heikki Kovalainen. Der Engländer nimmt auch seine Startnummer 1 mit zu seinem neuen Arbeitgeber. Mercedes verzichtete nach längerem Vertragspoker auf die Dienste des Titelverteidigers für sein eigenes Team. Da Mercedes aber noch bis Ende 2011 Teilhaber bei McLaren bleibt, fährt der Champion dennoch im kommenden Jahr in einem Silberpfeil.
"Es ist immer eine schwere Entscheidung, ein Team zu verlassen, wenn man so lange dort gewesen ist. Aber im Leben geht es immer um Herausforderungen", sagte Button, der einen Dreijahresvertrag unterschrieben haben soll.
Teamkollege Hamilton verdient mehr als das Doppelte
Hamilton äußerte sich positiv zum Engagement seines Landsmannes. "Ich denke, wir passen gut zueinander und werden das Team stärker machen", befand Hamilton. Button meinte: "Ich bin sicher, wir können eine Menge voneinander lernen." Mit einem Jahresgehalt von knapp 17 Millionen Euro soll Hamilton allerdings mehr als das Doppelte einstreichen als sein neuer Teamgefährte. "Jensons Entscheidung ist nicht durch Geld motiviert. Wir bezahlen ihm nicht mehr, als er woanders bekommen könnte", betonte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh.
Erfolgloses Feilschen mit Brawn
Button hatte seit Monaten um eine deutliche Verbesserung seiner Bezüge mit Teamchef Ross Brawn gefeilscht. "Es wäre logisch, wenn er bei uns bleibt. Aber Logik setzt sich nicht immer durch", hatte Brawn, der auch das neue Mercedes-Team führen soll, kurz zuvor noch der Londoner Zeitung "Independent" gesagt.
Als Spitzenfahrer bei Mercedes Grand Prix soll nun demnächst der Deutsche Nico Rosberg bekanntgegeben werden. Das Team muss sich für sein Debütjahr nun nach einem neuen zweiten Mann neben Rosberg umsehen. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug hat bereits Gespräche mit Nick Heidfeld bestätigt. Der Deutsche ist nach dem Ausstieg von BMW noch ohne neuen Vertrag. Aus dem Rennen ist dagegen Räikkönen. Der Weltmeister von 2007 gönnt sich ein Jahr Auszeit und will stattdessen in der Rallye-WM an den Start gehen (siehe Infobox).
Mercedes übernimmt Brawn GP
Mercedes hatte am Montag bekannt gegeben, die Mehrheit bei Brawn GP zu übernehmen. In der vergangenen Saison lieferte das deutsche Unternehmen die Motoren für den britischen Rennstall, nun geht der Autobauer einen Schritt weiter. Der Rennstall fährt künftig unter dem Namen Mercedes Grand Prix und soll im Silber-Design an den Mythos von Juan Manuel Fangio anknüpfen, der 1955 im letzten Werks-Boliden aus Stuttgart Weltmeister wurde.
Glock unterschreibt bei Manor
Auch Timo Glock hat einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Der 27-jährige Deutsche unterzeichnete nach dem Rückzug seines bisherigen Arbeitgebers Toyota mit dem englischen Einsteiger Manor einen für zwei Jahre gültigen Vertrag mit Option. Vergangene Saison hatte Glock auf Platz zehn abgeschlossen. Sein bestes Ergebnis war Platz zwei im Nacht-Grand-Prix von Singapur gewesen. Nach seinem Unfall im Qualifying in Suzuka, bei dem er sich eine Schnittwunde am linken Unterschenkel zugezogen hatte, musste der GP2-Gesamtsieger von 2007 auf die restlichen drei Rennen verzichten.








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