Do, 21. Juni 2018

Diskuswurf

23.05.2018 12:41

Weißhaidinger: Goldene Statue für den Traumrekord

Nach seinem Traumrekord von 68,98 m macht Österreichs Diskusstar Lukas Weisshaidinger aus seinen neuen Träumen keinen Hehl mehr! Drei große Wünsche hat er im Hinterkopf: seinen ersten Sieg in der Diamond League, eine EM-Medaille in Berlin am 8. August 2018 und (für die weitere Karriere) einen 70-m-Wurf. Ein Geschenk, das sein Trainer Gregor Högler eigentlich für eine erste internationale Medaille gedacht hatte, bekam Luki schon bei einer Pressekonferenz in der Südstadt: eine vergoldete Statue eines Diskuswerfers.

Und wenn dann wirklich eine Medaille passiert? „Dann muss die Statue halt noch ein bisserl groeßer werden“, lachte Gregor Högler, der alle Ziele seines Super-Schützlings nur bestätigte: „Nach oben setzen wir keine Grenzen!“ Auch ein 70-m-Wurf sei nur „ein Rechenspiel“. Dazu Weißhaidinger selbst: „Seit dem ersten Tag meiner Zusammenarbeit mit Gegor habe ich diese Traummarke im Hinterkopf!“ Er denkt nicht, dass dies heuer noch möglich sei. „Aber langfristig schon!“ Und seinen ersten Trainer, Sepp Schopf, hatte er als junger Athlet schon gefragt: „Kann ich der Beste der Welt werden?“ Die Antwort war positiv.

Nummer zwei der Welt
Nach dem bisherigen Saisonverlauf kennt der Oberösterreicher, schon Olympia-Sechster von Rio 2016, heuer ohnehin keine Grenzen mehr! Bei fünf Starts (inklusive der Hallen-Saison) hat er heuer vier Siege gefeiert. Und mit seinen 68,98 m ist er heuer sogar Nummer zwei der Welt hinter Andrius Gudzius (Lit/69,13 m). Die vermeintliche Nummer 1 für 2018, Fedrick Dacres (Jam), hatte selbst seine Leistung von 69,83 m zurückgezogen, weil sein Diskus beim Rekord statt der geforderten 2,000 kg zwei Gramm zu leicht gewesen war.

Die erste Gelegenheit, bei der Diamond League zu glänzen, hat Weisshaidinger nächste Woche in Rom, wo am 31. Mai die komplette Weltklasse am Start ist. Ob da sein Traum, erstmals auch in der Königsklasse zu gewinnen, wahr werden kann, scheint bei dem Superfeld fast schier unmöglich. Aber nach einem vierten, dritten und zweiten Platz bei der Diamond League könnte heuer ein Sieg „passieren“. Auch für Paris (30. Juni) hat der 26-Jährige schon eine fixe Zusage. Vakant sind noch Starts in Oslo (7. Juni) und/oder Stockholm (10. Juni).

Dann heißt es, die jetzige Top-Form bis zur EM in Berlin (6. bis 12. August) mit einem neuen Formaufbau zu halten. Ist es heuer nur eine Frühform oder nicht? „Es wird schon passen“, ist sich Högler sicher. Dass er sich einzig und allein als Trainer auf Luki konzentrieren kann, zeigt eindeutige Früchte. Und in der Südstadt wurden für Östereichs Olympia-Hoffnung perfekte Bedingungen geschaffen. Wie sie wohl nur wenige Werfer in der Welt haben. Wenn überhaupt…

Olaf Brockmann

krone Sport
krone Sport

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.