Mi, 19. September 2018

Kurse für Asylwerber

22.05.2018 14:55

Steirische FPÖ attackiert die Katholische Kirche

Eine außergewöhnlich scharfe Kritik an der Katholischen Kirche Steiermark übt die Landes-FPÖ. Grund: Die Diözese stellt 100.000 Euro für Deutschkurse für Asylwerber in der Oststeiermark zur Verfügung. FPÖ-Klubobmann Stefan Hermann spricht von „zweifelhafter Nächstenliebe“.

Die ÖVP-FPÖ-Bundesregierung setzt bei Deutschkursen für Asylwerber den Sparstift an. „Diese herzlose Politik ist nicht nur inhuman, sie ist auch wirtschaftlich kontraproduktiv. Die Flüchtlinge müssen sinn- und tatenlos in ihren Quartieren ausharren. Der Integrationsprozess verlängert sich um ein bis zwei Jahre“, meint Fery Berger, Leiter der Weizer Pfingstvision.

Diese oststeirische Kircheninitiatve setzt seit Jahren große Projekte auch im Sozialbereich um, nicht zuletzt mit Asylwerbern. Nun gab man den Anstoß dafür, dass die Diözese Graz-Seckau 100.000 Euro für Deutschkurse in den Bezirken Weiz und Hartberg-Fürstenfeld zur Verfügung stellt, durchgeführt werden sie von der Caritas. Laut Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl könnten 400 Menschen unterstützt werden.

„Bedrohungen werden totgeschwiegen“
Ein Vorgehen, dass den Freiheitlichen nicht schmeckt. „Den kirchlichen Verantwortungsträgern dürfte offenbar nicht bewusst sein, dass die Mehrzahl der Asylwerber nach Durchführung des Asylverfahrens wieder abgeschoben wird“, heißt es in einer Aussendung. Die Unterstützung sei daher „keineswegs zielführend“.

Klubchef Hermann kritisiert, „dass sich die Katholische Kirche bei vielen gesellschaftspolitischen Problemstellungen, die durch die Massenzuwanderung aus islamischen Ländern entstanden sind, zumeist sehr wortkarg zeigt, geht es jedoch darum, für muslimische Zuwanderer und Asylwerber die Stimme zu erheben, stehen Kirchenvertreter meister in der ersten Reihe.“ Zum Abschluss heißt es bissig: „Leider werden die unübersehbaren Bedrohungen für unsere christlich-abendländisch geprägte Lebensweise von Vertretern der Katholischen Kirche gerne totgeschwiegen.“

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