Fünf Verletzte

Urteil im Prozess um abgestürzten Baulift in Graz

Steiermark
12.11.2009 12:31
Fünf Menschen sind im April mit einem Baulift abgestürzt – sie wurden teils sehr schwer verletzt. Dem Bauleiter und dem Projektleiter der Baustelle wurde am Donnerstag der Prozess gemacht. Der Vorwurf an die beiden: Der Lift war nie von einem Techniker überprüft worden.

"Ein Pfusch sondergleichen", nannte der Staatsanwalt die Konstruktion auf einer Silo-Baustelle in der Reininghausstraße. Der provisorische Baulift sollte die fünf Opfer rund 50 Meter hoch bringen. "Zum Glück" riss das Seil bereits in sieben Meter Höhe.

Kein Wunder: Das Seil war zu dünn, ein Sicherungsseil fehlte ganz und die Motor-Winde war nicht richtig installiert. Das sahen auch die beiden Angeklagten ein. Er habe nicht überprüft, ob sich ein Techniker den Lift angeschaut habe, meinte der 38-jährige Projektleiter. Auch der 32-jährige Bauleiter bekannte sich teilschuldig.

Langzeitfolgen für Opfer
Das Resultat der fahrlässigen Bauweise: Zwei Menschen wurden leicht, drei Personen schwer verletzt. Eines der Opfer kann nur mithilfe von Stöcken mühsam gehen.

Der Projektleiter kann mit einer Geldbuße von 5.000 Euro im Rahmen einer Diversion eine Vorstrafe vermeiden. Der Bauleiter wurde schuldig gesprochen und muss eine teilbedingte Geldstrafe von 6.300 Euro zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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