Mo, 17. Dezember 2018

Strenge Auflagen

09.05.2018 06:00

Wildtiere müssen raus aus Graz-Reininghaus

Die Teiche auf den Reininghausgründen werden bald Geschichte sein. An ihrer Stelle werden ein großer Park und angrenzend die zentralen Quartiere des neuen Stadtteils entstehen. Tierschützer machen sich Sorgen um die Fische und die Enten, die dort leben. Die Stadt Graz hat strenge Naturschutz-Auflagen erteilt.

Die Teiche wurden angelegt, als auf den Reininghausgründen noch Bier gebraut wurde. Ursprünglich waren es Eisteiche, das Eis wurde zum Kühlen gebraucht. Nach der Stilllegung der Brauerei verwilderten die Teiche und wurden zu einem Refugium für Wildtiere. Nun soll dort der Reininghauspark entstehen. Manch einer hoffte, dass die Teiche erhalten bleiben. Doch die Landschaftsarchitekten hatten andere Pläne.

2019 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bereits jetzt werden die Teiche nach und nach abgepumpt. Die Fische wurden - rechtzeitig bevor die Laichzeit begonnen hat - vom Arbeiterfischereiverein Graz abgefischt: Karpfen, Rotaugen, Giebeln, Flussbarsche, Karauschen, Blaubandbärblinge und sogar acht Goldfische. Amphibien sind im Zuge dessen bis auf ein paar Frösche keine aufgetaucht.

„Die Fische sind derzeit in einem Teich bei Thal untergebracht. Sie werden Ende des Jahres in Bäche, Flüsse und stehende Gewässer in Graz und Umgebung eingesetzt“, erklärt Christian Köberl vom Bürgermeisteramt.

Bereits vor einigen Jahren wurde eine Gruppe Graugänse an einen Teich südlich von Graz umgesiedelt. Die Enten seien von selbst weitergezogen: „Sie halten sich derzeit im Bereich Wetzelsdorfer Straße auf, wo sich auf den Feldern gelegentlich große Pfützen bilden“, glaubt Köberl zu wissen. Bei unserem Lokalaugenschein planschte allerdings eine Entenfamilie noch in einem der Teiche herum.

Die städtische Abteilung für Grünraum und Gewässer achte darauf, dass die Auflagen auf Punkt und Beistrich eingehalten werden, beteuert Köberl. Der endgültige Abbruch der Teiche darf erst im Herbst erfolgen, um die Brutzeit der Vögel nicht zu stören. Bis dahin werden Gott sei Dank auch die Entenbabys flügge sein.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter

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