Mi, 18. Juli 2018

H2S-Wolken

25.04.2018 07:11

Gasplanet Uranus stinkt nach faulen Eiern

Unter Experten war lange Zeit umstritten, woraus die Wolken in der oberen Atmosphäre des Planeten Uranus bestehen. Jetzt hat ein Team um Patrick Irwin von der Oxford University durch Messungen mit dem Gemini-Nord-Teleskop auf dem Mauna Kea auf Hawaii zeigen können, dass dort ausschließlich Schwefelwasserstoff (H2S) vorkommt, das für den typischen Geruch fauler Eier verantwortlich ist.

Woraus die Wolken in der äußersten Schicht der Uranus-Atmosphäre bestehen, war unter Experten lange Zeit umstritten. Während ein Teil der Wissenschatler vermutete, dass dort Ammoniak vorhanden ist, nahmen die anderen an, dass dort hauptsächlich das Gas Schwefelwasserstoff zu finden sei.

Mit dem Near-Infrared Integral Field Spectrometer (NIFS), einem Gerät am Gemini North Telescope (Bild unten) auf Hawaii konnten Forscher um Irwin nun beweisen, dass dort ausschließlich Schwefelwasserstoff (H2S) vorkommt. „Wenn ein unglücklicher Mensch jemals durch die Wolken von Uranus stürzen würde, würde er mit sehr unangenehmen olfaktorischen Zuständen konfrontiert werden“, wird Irwin in einem Statement zitiert.

Gasplanet wurde anno 1781 entdeckt
Der nach dem griechischen Himmelsgott benannte Uranus wurde 1781 vom aus Deutschland stammenden britischen Astronomen Wilhelm Herschel entdeckt. Er ist ein eisiger Gasplanet mit einem Durchmesser von rund 51.000 Kilometern, hat ein Volumen, welches rund 65-mal so groß ist wie das unserer Erde, und ist physikalisch mit dem Neptun vergleichbar.

Wie alle Gasriesen unseres Sonnensystems ist Uranus von unzähligen kleinen Teilchen und Körpern umgeben, die ihn in Richtung seiner Rotation umkreisen und mit ihren Umlaufbahnen ein System von insgesamt 13 konzentrischen Ringen bilden. Außerdem wird der Planet von 27 Monden umkreist, die einen Durchmesser von zehn bis 1600 Kilometern besitzen.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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