13.03.2018 10:14 |

Tierquälerei?

18 Hunde und 10 Katzen in der Wohnung gehalten

Wie weit darf Tierliebe gehen? Wenn eine selbst ernannte Tierretterin in ihrer 54 Quadratmeter kleinen Wohnung 18 Hunde und zehn Katzen hält, die teilweise krank sind und sich gegenseitig anstecken – ist das dann noch Tierliebe? Oder schon Tierquälerei, wie die Staatsanwältin in Linz meint.

Der 59-jährigen Mindestpensionistin wird vorgeworfen, die Tiere in einer völlig verschmutzten Wohnung gehalten und ihnen dadurch unnötige Qualen zugefügt zu haben. Die Tierfreundin sieht das naturgemäß ganz anders und bekennt sich vor Richter Clemens Hödlmoser mit überzeugter Stimme nicht schuldig. "Ich wusste zwar, dass es zu viele Tiere waren, aber was hätte ich denn tun sollen?", stellt sie eine für sie rein rhetorische Frage. Sogar vom Tierschutzverein seien ihr Tiere gebracht worden, immer wieder habe sie ausgesetzte Hunde von der Autobahn abgeholt, schildert sie.

„Hätte ich die Viecherl verhungern lassen sollen?“
Warum sie die alle selbst in der Wohnung behalten habe, will der Richter wissen. Sie hätte die Hunde und Katzen doch ins Tierheim bringen können. „Aber das habe ich doch versucht“, erklärt sie ganz aufgebracht – doch das Tierheim sei ebenfalls voll gewesen. „Ja hätte ich die Viecherln im Winter draußen verhungern lassen sollen?“ Auch auf die Fragen des Richters zur von Tierkot völlig verdreckten Wohnung hat sie ihre eigene Erklärung: „Die Hunde haben sich erst aus Angst vor der Polizei angemacht!“ Die Verhandlung wurde schließlich vertagt, der Richter will noch ein tierärztliches Gutachten einholen.

MH, Kronen Zeitung

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