So, 16. Dezember 2018

„Krone“-Interview

09.03.2018 07:00

Judas Priest: Der ewige Kampf für den besten Metal

Nach beinahe 50 Karrierejahren veröffentlichen die britischen Heavy-Metal-Legenden Judas Priest dieser Tage mit „Firepower“ ihr stärkstes Album seit nahezu 30 Jahren. Sänger Rob Halford hat sich mit uns ausführlich über den dritten Frühling der Band, Humor im Heavy Metal und die Wichtigkeit des Genres für die Musikwelt im Allgemeinen unterhalten.

Statistiken und Trendumfragen bescheinigen der Gitarrenmusik im Allgemeinen und dem traditionellen Heavy Metal im Besonderen nur allzu gerne einen schleichenden Tod. Man muss zugeben, manche Bands arbeiten seit Jahren sehr intensiv daran, ihre eigene Legende zu ruinieren. Dazu zählte bis unlängst auch die britische Kultband Judas Priest, die in den 80er-Jahren mit Alben wie „British Steel“ oder „Screaming For Vengeance“ das Genre revolutionierte und nach einigen mehr oder weniger gescheiterten Albumproduktionen 1990, in der schleichend beginnenden Hochphase des Grunge, mit „Painkiller“ das wohl beste Heavy-Metal-Album aller Zeiten veröffentlichte.

Interne Querelen
Seither waren die Werke der Genre-Institution mehr oder weniger medioker und auch intern rumorte es laufend. Sänger und „Metal God“ Rob Halford entschwand für ein paar Jahre in seine Solokarriere, um weniger triumphal als erwartet wieder zurückzukehren, Gründungsmitglied und Gitarrist K.K. Downing ging in die wohlverdiente Pension und wurde 2011 von Richie Faulkner ersetzt und erst unlängst wurde bekannt, dass bei den anstehenden Tourterminen mit Gitarrist Glenn Tipton das nächste Kultmitglied wegfällt – der 70-Jährige kämpft tapfer gegen Parkinson. Ersetzt wird er von Produzent und Hell-Gitarrist Andy Sneap.

Doch Totgesagte leben länger und all das verblasst derzeit gegen die Vorschusslorbeeren, die das 18. Studioalbum „Firepower“ einheimsen konnte. Klar – die typischen Heavy-Metal-Klischees stecken in jedem  Detail, doch Halford und Co. gelingt mit dem rifflastigen, stark produzierten Rundling tatsächlich das beste Album seit fast 30 Jahren und damit einhergehend eine nicht mehr für möglich gehaltene Frischzellenkur. Ob das am juvenilen Songwriting-Einfluss von Youngster Faulkner oder aber an der herzhaften und unbeschwerten Herangehensweise seitens der Band liegt, ist sekundär. Dem Fan geht es vorwiegend darum, dass „The Priest“ tatsächlich wieder „back“ ist – und garantiert keinen Fan mit dem Album enttäuscht. Die Freude darüber kann auch Rob Halford nicht verbergen. Der 66-jährige rief uns spätnachts aus seiner Wahlheimat Phoenix in Arizona an, um  Details zu sich, der Band und dem Album bereitzulegen.

Rob Halford: Wie geht es euch gerade in Österreich, alles ok?

„Krone“: Danke der Nachfrage. Vor deinem Anruf habe ich mir gerade “Rocky 3“ angesehen.
Coole Sache – ich will dir dazu gleich mal erzählen, wie gut der Charakter Rocky zu Judas Priest passt. Er kämpft sich über mehrere Filmteile vom Untergrund durch alle Herausforderungen des Lebens nach oben, aber durch seine Hingabe zur Arbeit und die Leidenschaft, die er aufbringt, wird er zum Champion. Der Charakter erinnert mich in gewisser Weise frappant an mein Leben und die Geschichte unserer Band. Es war zudem die wohl beste Rolle für Sylvester Stallone. Sie war ihm  auf den Leib geschrieben. Ein mutiger, starker und kulturell vielseitiger Mensch.

Im Gegensatz zu euch wurden die “Rocky“-Filme mit jedem neuen Teil aber immer schlechter, während ihr offenbar nach fast 50 Jahren eines der besten Alben eurer Historie veröffentlicht. 
(lacht) In der Musik kannst du das auch nicht immer verhindern. Die Musik ist total unkontrollierbar, das ist das Chaosprinzip des Rock’n’Roll. Du kannst in der Theorie planen was immer du willst, aber oft passieren Dinge in deiner Karriere, die du nicht vorhergesehen hast. So sehe ich auch „Firepower“. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man in einigen Jahren in der Rückschau der Meinung sein wird, dass es eines der besten und wichtigsten Alben der Judas Priest-Geschichte sein wird. Alles zusammen hat hier einfach geklappt. Von den Songs über die Riffs bis hin zur Produktion ist das quasi der Gipfel einer Band, die seit 1969 unterwegs ist und schon so viel erlebt hat. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir nach so langer Zeit noch immer solche Musik erschaffen können. Es zeigt uns – ähnlich wie bei Rocky – wie wir für unseren Status und Platz in der Szene kämpfen. Wir hauen euch immer noch nieder. Heavy-Metal-Knockout. (lacht)

Die meisten Metalbands verschießen ihr Kreativpulver auf den ersten zwei bis drei Alben und haben dann wenig Relevantes zu sagen. „Firepower“ ist für mich aber das beste Priest-Album seit „Painkiller“ 1990 und damals wart ihr auch schon jahrzehntelang unterwegs. Bist du stolz darauf, dass ihr diese Relevanz über so viele Jahre weitertragen konntet?
Es macht mich zumindest sehr glücklich. Vor allem, wenn jemand wie du, der offenbar Heavy-Metal-Fan ist und sich aktiv in dieser Szene bewegt, diese Ansicht trägt. Ich stimme dir in der Theorie zu, dass die meisten Bands ihre Highlights sehr früh veröffentlichen. Judas Priest war immer eine Band, die ihren Platz in der Szene neu definiert hat. Von „Sad Wings Of Destiny“ zu „Sin After Sin“ in den 70er-Jahren gab es auch schon einen größeren Sprung. Wenn du das Glück hast, immer weitermachen zu dürfen, dann wird dir irgendwie erlaubt, auch mal etwas Schlechtes zu veröffentlichen, ohne völlig unterzugehen. (lacht) Wir hatten auch Alben, die uns wesentlich rasanter weiterbrachten als andere. „Painkiller“ ist Lichtjahre entfernt von „Point Of Entry“. „Screaming For Vengeance“ mindestens genauso fern von „Redeemer Of Souls“. Es macht uns aber einfach Spaß, dieses Lebenswerk weiterzubringen. Selbst zu Zeiten, wo wir mit „Turbo“ etwas aus der musikalischen Spur geraten sind, haben wir uns immer auf uns und unsere Stärken berufen. Irgendwie ist es uns offenbar gelungen, den Status von heute zu erreichen.

Trotz eurer vielen Stilwechsel habt ihr immer auf eine loyale Fanbase bauen dürfen. Liegt das daran, dass ihr in all euren musikalischen Ausführungen immer authentisch wart?
Wir lieben unsere Fans bis zum bitteren Ende und würden ohne sie gewiss nicht existieren, schon gar nicht in dieser Größe. Aber das Dilemma ist, dass wir einen Block haben, der immer die „Painkiller“-Songs hören will, ein anderer wiederum nur Material von der „British Steel“. Wenn wir Musik erschaffen ist es gut daran zu denken, dass es die Leute sind, die dir dieses Leben mit Metal ermöglichen, aber man darf seine eigene Kreativität trotzdem nicht hintanstellen. Es ist oft ein schmaler Grat. In unseren Metalherzen wissen wir, was unsere Priest-Fans tief in ihrem Inneren wirklich von der Band erwarten. „Firepower“ ist ein Album, das sich an die Stärken unserer Band anlehnt und die Momente widerspiegelt, die uns als Band pushten. Es ist nicht einfach, simple Ideen zu Songs zu verwandeln. Du versuchst immer, deine Stärken hervorzukehren, aber wenn du es mit dem gefühlten Zwang übertreibst, dann kannst du diese Ideen wieder wegschmeißen. Die richtige Chemie muss da sein und es geht um professionelles Musikmachen. Jede Note ist wichtig und jede Meinung führt zum Ziel. Wenn man all das bündelt, dann hast du eine Vorstellung, was Judas Priest 2018 bedeuten.

Die erste Singleauskoppelung „Lightning Strike“ wurde von den meisten sehr positiv aufgenommen und auch der Rest des Albums lässt für die Priest-Heavy-Metal-Sektion nichts zu wünschen übrig. Wie wichtig war dafür euer neuer Ko-Produzent Andy Sneap und euer Gitarren-Youngster Richie Faulkner, der jetzt auch schon seit sieben Jahren Teil der Band ist?
All diese Bausteine sind essenziell für das Ergebnis. Das Handwerk an der Gitarre und der Ideenreichtum im Songwriting von Richie haben sich perfekt mit den Visionen von Andy und dem ganzen Produzententeam gedeckt. Um ein Album zu erschaffen, musst du viele Ups und Downs überstehen und schlussendlich auch im Gesamtpaket zu einem Ziel kommen. Egal wie großartig deine Produktion ist, wenn die Songs nicht wirklich gut sind, dann ist da keine Rettung mehr möglich. Ich bin irrsinnig glücklich, dass Glenn Tipton, Richie und ich als Songwriterteam eine unserer besten Arbeiten aller Zeiten abgeliefert haben. Es war nicht immer einfach, obwohl es die meiste Zeit ganz natürlich und flüssig lief. Wir hatten aber immer etwas zu tun und wurden aus dem Rhythmus gerissen. Es kommt auch immer darauf an, wie du körperlich und mental gerade drauf bist. (lacht) Für die „Redeemer Of Souls“ haben wir mehr als 100 Shows gespielt und sind mehrere 100.000 Kilometer gereist. Wenn du dann nach Hause kommst, dann willst du erst einmal nichts von Musik wissen, du musst durchschnaufen. Ich weiß noch, dass wir nach dieser Tour 30 Jahre „Turbo“ feiern und touren wollten, aber es ging nicht – wir waren ja kurz davor überall auf der Welt. (lacht) Die Infektion Heavy Metal hat sich in uns ausgebreitet. Wir mussten dann eine kurze Pause einlegen, aber  sind dann sehr schnell wieder in den Songwritingprozess gekommen. Wenn es sich richtig anfühlt, dann musst du einfach loslegen. Du kannst nicht abwarten, bis alles wieder wegbricht, so funktioniert Kreativität nun einmal nicht. Kämpfe für den besten Metal, den du erschaffen kannst. Mach es einfach wie Rocky. (lacht)

Textlich verpackst du deine Gedanken schon seit jeher zwischen Fantasy und Polit- bzw. Sozialkritik in Metaphern. Sind etwa Songs wie „Rising From Ruins“ oder „Flame Thrower“ umschriebene Abhandlungen deiner Heimat England und der ungewissen Zukunft dieser wegen des Brexit?
Aus unterschiedlichsten Gründen ist die Welt mittlerweile wieder ein ziemlich gefährlicher Platz. Ich habe mich auch darüber informiert, was derzeit in Österreich passiert und aus politischer Sicht ist das ziemlich beängstigend. Hier in den USA ist es natürlich nicht anders. Als Metalhead willst du einfach eine gute Zeit haben, wenn du abends in den Pub oder eine Konzertlocation kommst und deinen Kopf freikriegen willst. Wir alle sind ein Teil derselben Welt und werden fast alle von den gleichen Nachrichten und Medien beeinflusst. Egal, ob wir arbeiten, studieren oder noch zur Schule gehen. Die Dinge, die derzeit auf der Welt passieren, passieren direkt vor unseren Gesichtern. Du kommst nicht einmal daran vorbei, wenn du es ignorieren willst. Das Großartige an Musik ist, dass du sie meist ideal für dich interpretieren kannst. Du hast das sehr gut erkannt, dass Judas Priest schon immer für die Vermischung aus Fantasie und Realität standen. Das reicht weit in unserer Geschichte zurück und so sind wir auch heute noch. Wir sind keine offensiv sozialkritische Band, aber wir zeigen der Welt – heute vielleicht mehr als je zuvor – dass die Dinge, die passieren, sehr wichtig für uns alle sind. Das vermischen wir mit unserer Musik.

Dir ist es aber vor allem wichtig, die Botschaften nicht zu predigen.
In erster Linie wollen wir euch eine tolle Zeit bieten. Egal, ob du mit deinen Freunden im Auto unterwegs bist, abends bei ein paar Bieren entspannst oder daheim alleine im Wohnzimmer die Anlage aufdrehst – du sollst von uns unterhalten werden. Das Tolle an Musik ist die Unterhaltung, die sie liefert. Wir bieten dir aber an, auch tiefergehen zu können. Es gibt ein paar Botschaften, die jeder, der Lust dazu hat, für sich herausfiltern kann. Wir sind aber keine sonderlich ernsthafte Band und schon gar keine ernsten Typen. (lacht) Wir nehmen unser Songwriting und die Musik sehr ernst, aber auch wir wollen Spaß liefern und selber Spaß haben.

„Evil Never Dies“, wie einer eurer neuen Songs so schön vermittelt. Deutlicher kann man die derzeitige Weltlage auch kaum kommentieren.
Da habe ich lange überlegt, ob das als Songtitel nicht zu offensichtlich ist, aber es ist doch so, oder? Das Böse scheint nicht auszusterben. Diese Geschichte ist im Prinzip an die Ewigkeit des Bösen geknüpft. Es macht wenig Unterschied, ob das Böse für dich der Teufel, ISIS oder ein extrem rechtes politisches Manifest ist. Das pure Böse ist überall vorhanden. Für mich war der Song ein passender Weg, dieses Thema auf musikalische Art und Weise mitzuteilen. Der Song ist strukturell sehr unüblich. Er beginnt sehr Vers-lastig, bevor die Donnerbeine unseres Drummers Scott Travis eine Thrash-Atmosphäre hervorrufen. Es ist eine sehr feine Ansammlung unterschiedlichster Arrangements und so etwas haben wir schon ewig nicht mehr gemacht.

In Zeiten, wo man zumindest in den USA schon statistisch nachweisen kann, dass Rap und Hip Hop die Welt der Stromgitarrenwelt übertroffen hat, habt ihr in gewisser Weise die Rolle der Genreretter. Judas Priest gehören zu den Bands, die in punkto Sound und auch Popularität den Zeiten zu trotzen scheinen. Siehst du es auch als eine Art Aufgabe, eure Musik über alle Trendauswüchse hinweg relevant zu halten?
Um ehrlich zu sein, verschwenden wir nicht viele Gedanken an dieses Thema. Was du sagst, ist aber Fakt. Das kann man überall nachlesen. Wir sind in unserer Welt aber nicht die einzigen. Auch die Rolling Stones oder ein Willie Nelson tragen die Fackel der handgemachten Gitarrenmusik weiter. Zu unserer Popularität trägt natürlich die Beständigkeit bei. Wir sind heute auch andere Menschen als in unseren 20ern oder 30ern, aber Judas Priest sind noch immer da, um live die Bühnen zu rocken. Die Erwartungshaltung an eine erfolgreiche und langlebige Band ist eine wesentlich andere, als bei kurzlebigen Acts. Es ist schön, dass wir immer noch relevante und wichtige Songs schreiben. Wir sind und waren immer beeindruckt von und interessiert an allen kreativen Aspekten anderer Künstler. Das zeigt mir auch, dass die Flamme des Metal noch immer mächtig lodert. Auch wenn das in einem anderen Licht passiert. Der Metal heute ist wesentlich ernsthafter als in den 80ern, findest du nicht? Die Welt an sich ist viel seriöser und ernster geworden. Ich bin ein alter Hase in dem Geschäft und kann bezeugen, dass es einfach nicht mehr so zwanglos und lustig ist, wie es schon einmal war. Vielleicht irre ich mich aber auch, wer weiß das schon...

War es immer ein Segen oder manchmal auch ein Fluch, für alle Menschen der „Metal God“ zu sein?
Ich weiß genau, dass es da draußen eine gewisse Erwartungshaltung an mich gibt, aber damit müssen eigentlich auch Glenn oder Scott in unserer Band leben. Wir sind in eine Rolle gewachsen, die wir nicht immer kontrollieren können. Die Presse und die Fans haben mir diesen Spitznamen verpasst. Aber warum nennt ihr mich so? Was ist der Grund dafür? Wenn ich dann genauer nachforsche, was dahintersteckt, dann komme ich unter Druck. (lacht) Ich arbeite noch härter an allem, weil ich diesem Ruf natürlich gerecht werden oder ihn vielleicht sogar noch verbessern will. Es geht immer eine Erwartungshaltung mit so einer Adelung einher, aber heute fällt es mir nicht mehr so schwer, damit umzugehen. Im Endeffekt ist das ein riesengroßes Kompliment und ich kann den Fans nicht genug dafür danken.

Deine Social-Media-Auftritte sind kultig. Du präsentierst dich dort ganz deinem Spitznamen entsprechend, aber immer mit extrem viel Ironie und Humor. Jeder weiß, dass Metalfans relativ oft an die Humorgrenzen stoßen, wenn es um das Persiflieren ihrer musikalischen Liebe geht. Agierst du unter diesen Gesichtspunkten bewusst so?
Eine gute Frage. Erinnere dich an Bands wie Led Zeppelin, die haben niemals Interviews gegeben. Sie waren auf einer Art transzendentalen Platz in der Welt und wollten die Legende um sich möglichst mysteriös halten. Mein Kumpel Maynard James Keenan von Tool hat jahrelang keine Interviews gegeben. Er ist aber ein unglaublich cooler, lustiger Typ. Unlängst hat er auf seinem Instagram-Account eine der witzigsten Aktionen geliefert, die ich je gesehen habe. Er ist Weinbauer und irgendjemand hat bei einem Bild kommentierend gefragt, ob dieser abgebildete Wein vegane Qualität hat. Also hat Maynard sofort ein Bild von sich gemacht, auf dem er ein paar Speckstreifen in seinen Wein hält. (lacht) Er weiß natürlich, dass die eine Fraktion das irrsinnig witzig findet und eine andere sich maßlos ärgern würde. Er hat das Spiel verstanden. Du musst einfach die richtige Balance und eine gewisse Dosis Humor finden, weil du sonst durchdrehst. Unglücklicherweise hat der Rock’n’Roll auch ein dunkles Gesicht, das sich um Alkohol, Drogen oder psychische Probleme dreht. Wenn ich auf Facebook etwas Lustiges poste, dann sage ich damit nichts anderes, als das wir alle immer noch Menschen sind. Das ist doch wie in jedem Job, jeder will zwischendurch Spaß haben. Wenn du dich im Spiegel betrachtest siehst du dich so, wie du gerne von den Menschen gesehen werden würdest. Ich fasse damit nur zusammen, dass egal wie du diese große musikalische Krake Judas Priest siehst, ich dahinter im Endeffekt ein normaler Typ bin, der viel Spaß hat, eine gute Zeit haben will und nebenbei begeisterter Musiker ist. Ich finde das sehr wichtig.

Natürlich kommen immer wieder Leute auf mich zu, die über meine Instagram-Bilder schockiert sind und meinen: „Oh mein Gott, das kannst du nicht machen, du bist doch der verdammte Metal God“. (lacht) Danke für den Hinweis, aber nein. Diese Accounts bringen mich den Fans näher. Ich bin ein Typ, der selbst seinen Rasen mäht und im Haus den Staubsauger anwirft. Wenn mich Leute auf der Straße treffen, wollen sie das nie hören, aber leckt mich doch, so bin ich eben. (lacht) Ich habe keine Hausdiener, sondern nehme das selbst in die Hand. So lustig es auch ist, dass durch den Erfolg gewisse Erwartungen hervorgerufen werden, so anstrengend kann es auch sein, dass man eben dadurch die Kontrolle über sein Image in der Öffentlichkeit verliert. Mit Social Media holst du dir aber eine Portion dieser Kontrolle zurück und ich ziehe sehr viel Positives daraus. Andererseits ist es auch schön zu sehen, wie wir mit der Musik von Judas Priest die Menschen zusammenbringen können. Wie wir es schaffen, dass Menschen unterschiedlichster Sprachen und Kulturen sich dadurch zusammenfinden und von uns ihr Leben bereichern lassen. Auch die Metalmaniacs in Österreich sind sehr begeisterungsfähig. Musik hat eine spezielle Magie auf Menschen. Wenn du alleine in deiner Wiener Wohnung sitzt und Judas Priest aus den Boxen schallen lässt, dann hast du eine Verbindung zu der Band in einer sehr speziellen Art und Weise. Ich bin davon überzeugt, dass eine gewisse Dosis Spaß auf Social-Media-Plattformen diese Verbindung nur noch verstärkt. Man kriegt mehr persönliche Storys der Musiker mit.

Anfang Jänner hast du ein Bild gepostet, dessen Botschaft war, dass du seit mittlerweile 32 Jahren trocken bist. Noch besser fand ich aber das ärmellose T-Shirt. Ich glaube, ich habe noch nie zuvor ein derart geniales „Space Cat“-Shirt gesehen…
Warte auf das Nächste! Das war noch lange nicht alles. Ich glaube, mit diesem Heavy-Metal-Cat-Shirt habe ich meine Grenzen noch einmal extrem erweitern können. (lacht)

Am 28. Juli spielen Judas Priest gemeinsam mit Accept und Battle Beast in der Wiener Stadthalle. Karten für das Konzerthighlight erhalten Sie unter 01/588 85-100 oder unter www.ticketkrone.at.

Robert Fröwein
Robert Fröwein

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