Sa, 21. Juli 2018

Ganz Tirol friert

28.02.2018 09:25

Eiseskälte sorgt für Rekorde und viele Pannen

Warm anziehen heißt es weiterhin für alle Tiroler! Im ganzen Land schaffte es etwa am Dienstag kein Thermometer in den Plusbereich. In vielen Orten, wie etwa in Seefeld oder Tannheim, blieben die Minustemperaturen sogar untertags zweistellig. Der ÖAMTC ist im Dauereinsatz, auf den Bergen war es zuletzt vor 31 Jahren so kalt.

Ischgl -18,7 Grad, Obergurgl -16,7, Schmirn -12,4, Seefeld -12, Kals und Tannheim mit je -11,8, Innsbruck-Flughafen -6,1: Diese Temperaturen wurden nicht in einer extremen Kälte-Nacht gemessen, sondern am Dienstag um 14 Uhr an den jeweiligen ZAMG-Stationen.

Der Frost hat Tirol weiterhin fest im Griff! „Es sind derzeit schon eher ungewöhnlich tiefe Höchsttemperaturen“, erklärt Meteorologe Alexander Radlherr. Noch ungewöhnlicher sei die Situation aber auf den Bergen. „Dort war es seit 1987, also seit 31 Jahren, nicht mehr so kalt wie jetzt. Am Patscherkofel etwa wurden in der Nacht auf Dienstag minus 25,5 Grad gemessen. Am Brunnenkogel in den Ötztaler Alpen sogar minus 32,4. Das war der Tiefstwert von ganz Österreich und überhaupt der Rekord bei dieser Station, die es seit dem Jahr 2003 gibt“, schildert der Experte weiter.

ÖAMTC-Pannenhelfer derzeit im Dauereinsatz
Kälte hin oder her, die Minusgrade bringen die Pannenhelfer des ÖAMTC dieser Tage sprichwörtlich ordentlich ins Schwitzen. „Am Montag gingen bei uns 1300 Anrufe ein. In der Folge wurden von uns in ganz Tirol 800 Einsätze abgewickelt. Am Dienstag kamen wir in etwa auf dieselben Zahlen“, erklärt Ronald Kaplenig, Leiter der Tiroler ÖAMTC-Einsatzzentrale. Zum Vergleich: An normalen Tagen müssen die Pannenhelfer zu 200 Einsätzen ausrücken.

In den meisten Fällen streiken die Batterien. „Aufgrund der Einsatzmenge müssen die Anrufer derzeit leider auch Geduld haben. Es kann schon einmal vorkommen, dass man drei bis vier Stunden warten muss“, so Kaplenig, der versichert, dass sein Team rund um die Uhr sein Bestes gebe. Dieser Tage seien in Tirol jedenfalls alle 40 Pannenfahrzeuge im Einsatz. Auch in der Telefonzentrale sind alle 14 Arbeitsplätze besetzt, um die Anfragen-Flut bewältigen zu können.

In Richtung Wochenendewird es wieder milder
Wie geht es mit dem Wetter in Tirol weiter? Laut Meteorologe Radlherr bleibt es am Mittwoch noch so richtig kalt. Auch in der Nacht auf Donnerstag könnten in Tallagen noch Tiefstwerte von minus 15 Grad erreicht werden. „Am Donnerstag zieht dann kräftiger Südföhn auf. Vielleicht sind da und dort schon 0 Grad oder leichte Plusgrade drinnen“, so der Experte. Merklich angenehmer werde es dann am Freitag. Aus heutiger Sicht soll sich auch das Wochenende milder präsentieren.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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