Di, 26. März 2019
26.01.2018 20:04

Pole (49) verhaftet

Bluttat nahe Münster: DNA-Treffer in Österreich

Eine am Heiligen Abend im nordrhein-westfälischen Beelen unweit von Münster verübte Bluttat ist nun mit oberösterreichischer Amtshilfe geklärt worden. Eine am Tatort gefundene DNA-Spur brachte einen Treffer in der österreichischen Datenbank. Dadurch nahmen die Münsteraner Ermittler letztlich einen 49-Jährigen fest, der vor mehreren Jahren als Erntehelfer in Österreich tätig war.

Laut Aussendung der Landespolizeidirektion Oberösterreich ersuchte die Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster am 4. Jänner 2018 das "Gemeinsame Zentrum Passau" um Unterstützung in dem Fall. Ein 71-jähriger Rollstuhlfahrer war am Heiligen Abend in seiner Wohnung in Beelen tot aufgefunden. Eine Obduktion ergab, dass der Mann erschlagen wurde. Am Tatort sicherten die Ermittler eine DNA-Spur.

Über das "Gemeinsame Zentrum Passau" ersuchten die deutschen Fahnder ihre Kollegen vom oberösterreichischen LKA um Amtshilfe. Die DNA-Fährte auf der Tatwaffe brachte einen Treffer in der heimischen Datenbank. Demnach gehörte sie zu einem 49-jährigen polnischen Staatsbürger, der um 2010 in Österreich als Erntehelfer arbeitete, aber offenbar auch weniger legalen Geschäften nachging. So wurde er nach einem Wohnungseinbruch in Wien erkennungsdienstlich behandelt. So geriet sein genetischer Fingerabdruck in die heimische DNA-Datenbank.

Verdächtiger bestreitet die Tat
Die Rückmeldung führte die deutschen Behörden nach Oelde, wo der 49-Jährige mittlerweile lebte. Die Ermittler nahmen ihn fest, am Freitag wurde wegen Fluchtgefahr die Untersuchungshaft über den Verdächtigen verhängt. Der Mann bestreitet die Tat bisher. Die Strafverfolgungsbehörden teilten jedoch mit, dass bei einer Hausdurchsuchung weiteres belastendes Material gefunden wurde.

"Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten weitere Hinweise, die einen dringenden Tatverdacht begründen. So konnte der verschuldete Mann die Herkunft eines größeren Geldbetrages nicht erklären, den die Ermittler in einem Versteck fanden", erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Ein entsprechender Bargeldbetrag sei bei der Tat in Beelen entwendet worden. Die Ermittler vermuten, dass der 49-Jährige bei einem Gelegenheitsjob mitbekommen hat, dass das Opfer über einen größeren Bargeldbetrag in seinem Haus verfügte. Der Verdächtige dürfte größere Finanzprobleme gehabt haben.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
EM-Qualifikation
Portugal nur 1:1 ++Sorge um verletzten Ronaldo
Fußball International
Spiel lange offen
Österreichs U21 unterliegt Spanien in EM-Test 0:3!
Fußball International
Mächtiger Seitenhieb
Klinsmann: „Herzog der Richtige“ für den ÖFB!
Fußball International
Nach 2:4 in Israel
Foda will nach Schockpleite erst mal Ruhe bewahren
Fußball International
Vorfall veröffentlicht
Berufsfahrer als „Fluchthelfer“ missbraucht
Oberösterreich
„Bis zum Rücken“
„Oranje“-Coach Koeman reißt gegen DFB-Elf die Hose
Fußball International

Newsletter