Sa, 23. Juni 2018

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02.01.2018 10:57

Tirol: Mit Gewehr 24 Mal auf Radarkasten gefeuert

Ob ein Strafmandat wegen Schnellfahrens der Grund für den Vandalenakt war? In Vomp in Tirol wurde jedenfalls eine Radarbox Ziel eines Anschlags. Ein Unbekannter gab in der Silvesternacht 24 Schüsse, vermutlich aus einem Kleinkalibergewehr, auf das Blitzgerät ab. Doch dieses hielt stand und macht weiterhin Jagd auf Raser. "Mitarbeiter unseres Bauhofes haben am Neujahrstag den Vandalenakt entdeckt und mich verständigt", erklärte Vomps Bürgermeister Karl-Josef Schubert, der umgehend Anzeige bei der Polizei erstattete.

Nicht weniger als 24 Mal schoss der Unbekannte auf den an der Gemeindestraße neben dem Friedhof aufgestellten Radarkasten. "Wir gehen davon aus, dass die Schüsse rund um Mitternacht im Zuge des Feuerwerks abgegeben wurden", meint ein Polizist. "Vermutlich hat sich auch deshalb niemand große Gedanken gemacht." Schüsse aus einem Kleinkalibergewehr, wie es etwa im Biathlon verwendet wird, seien aber auch nicht besonders laut, meint der Beamte zur "Krone".

"Gerät ist sehr stabil"
Laut ersten Ermittlungserkenntnissen ist es eher unwahrscheinlich, dass der Vandale etwa aus einem Auto heraus geschossen hat. Doch der Schießwütige hat sein offensichtliches Ziel nicht wirklich erreicht. Denn vom Radarkasten wurde nur die Hülle beschädigt. "Das Gerät ist sehr stabil und weiterhin funktionstüchtig", muss auch der Dorfchef leicht schmunzeln.

Bis zu fünf "Attacken" auf Radarkästen pro jahr
Dennoch entstand ein Schaden im unteren vierstelligen Euro-Bereich. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. "In Tirol werden im Jahr etwa drei bis fünf Radarkästen beschädigt. Meist jedoch durch Schmieraktionen. 2017 wurde auf der Inntalautobahn bei Vomp allerdings auch ein Blitzer mit einem unbekannten Sprengmittel in die Luft gejagt. Durchaus möglich, dass in diesem Fall ein Raser aufgrund eines Strafmandats verärgert war", erinnert sich Markus Widmann, Chef der Landesverkehrsabteilung Tirol.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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