Infrarot-Heizung

Wärme wie von der Sonne

Wohnkrone News
04.09.2009 16:23
Infrarotwärme gilt allgemein als besonders wohltuend und gesundheitsfördernd. Sei es, dass körperliche Beschwerden sanft durch die Infrarot-Wärmelampe gemindert werden, oder dass das Immunsystem ganz allgemein in der Infrarot-Sauna gefestigt wird. Ein für den privaten Wohnbereich relativ neuer Anwendungsbereich der wärmenden (Infrarot-)Wellen sind moderne Infrarot-Heizungen, deren Hersteller gleich eine ganze Reihe zusätzlicher Vorteile versprechen.

Wärme von Kachelöfen wird nicht nur als besonders gemütlich, sondern auch als körperlich wohltuend empfunden. Der Grund dafür ist, dass der Kachelofen nicht die Luft selbst erwärmt, sondern den festen Bauteil des Ofens, der wiederum diese Wärme reflektiert und so die Umgebung erwärmt. Doch nicht jeder hat Platz, Geld und letztlich auch Lust auf einen solchen Kachelofen.

Einfacher und wesentlich kostengünstiger soll man nun mittels moderner Infrarotheizungen in den Genuss dieser besonders gemütlichen Wärme kommen. Etliche Nebenerscheinungen – wie etwa besonders angenehmes Raumklima, positive Auswirkungen auf das Immunsystem und kräftige Kosteneinsparungen durch gezielten Wärmeeinsatz – inklusive.

Denn Infrarot-Heizsysteme beruhen im Wesentlichen auf dem gleichen Heizungs-Wirkungsprinzip wie der Kachelofen.

Wärmende Wellen und saubere Luft
Viele herkömmliche Heizsysteme sind sog. „Konvektionsheizungen“, das heißt, die Raumluft selbst wird erwärmt, was besonders bei höheren Räumen rasch sehr teuer werden kann. Durch diese Erwärmung gerät die Luft in Bewegung, wird aufgewirbelt und meist mit ihr auch gleich Staub – was besonders für Allergiker häufig besonders unangenehm ist. 

Im Gegensatz dazu haben Infrarotstrahlen – ähnlich wie das natürliche Wärmeprinzip der Sonne – die Eigenschaft, nur die festen Körper zu erwärmen, auf die sie treffen. Somit erfolgt die Wärmeübertragung direkt. Das Ergebnis: Nicht die Raumluft, sondern das Mauerwerk direkt wird erwärmt.

Wände speichern Wärme sehr viel länger als die Luft und geben sie dann wieder gleichmäßig in den Wohnraum zurück. Zusätzlich bleiben die Wände trocken (kein Schimmel!) und bereits feuchte Mauern, v.a. in alten Gebäuden, werden derart ausgetrocknet. Die im Vergleich zu Heizsystemen auf Konvektionsprinzip allgemein verminderte Luftumwälzung führt außerdem dazu, dass die Raumluft weniger trocken ist und so das Raumklima als angenehmer empfunden wird.

Hohe Wärmeleistung mit Wellness-Effekt
Wärme ist nicht gleich Wärme und so gibt es auch kein absolutes Temperaturgefühl. Ob und mit welchem Energieeinsatz wir uns wohlig warm fühlen, hängt im Wohnbereich ganz entscheidend auch von der Wahl der Heiztechnik ab. Das verdeutlicht ein Versuch im John P. Laboratory, USA: Personen in einem Raum mit 50 Grad Celsius warmer Luft und gekühlten Wänden froren jämmerlich, während sie bei 10 Grad Celsius und erhitzten Wänden in unangenehmes Schwitzen gerieten.

Ein Vorteil der Infrarotheizung besteht nun darin, dass aufgrund des erwärmten Mauerwerks bei gleichem subjektivem Wärmeempfinden der Bewohner auch eine geringere Raumlufttemperatur ausreicht.

Zusätzlich können Räume, die nur selten benutzt und daher nur wenig oder gar nicht beheizt werden, mittels transportabler Infrarotheizungen, fast unmittelbar nach dem Betreten bequem benutzt werden. Denn auch der Mensch selbst wird direkt durch die Infrarot-Wellen gewärmt. Das Ergebnis: Trotz kühler Raumluft hat er es sehr rasch warm, ohne dass langwierig vorher zunächst einmal die Raumluft selbst erwärmt werden muss.

Logische Frage, die sich nun stellt: Ja, schaden denn diese kontinuierlichen Infrarot-Wärmewellen dem Menschen nicht auf Dauer? Dazu Mike Buschoff, Managing Direktor von Infrarot-Heizsystem-Profi „Redwell“: „Auf den richtigen Wellenbereich kommt es an. Wenn der nachgewiesenermaßen stimmt – wie bei unseren Systemen – können sich sogar gesundheitsfördernde Wirkungen ergeben. Laut einem Gutachten der Internationalen Gesellschaft für E-Smog-Forschung (IGEF) stärkt dieser Wellenbereich sogar das Immunsystem.“

Viele Designs und komfortabler Betrieb
Moderne elektrische Infrarotheizungen können an der Gebäudedecke oder an den Wänden installiert werden. Es gibt auch fahr- und tragbare Kleingeräte in verschiedenen Varianten als Fläche, Bild, Spiegel, Glaskörper oder sogar Kugel für den Wohnbereich. Mehrere Geräte können zu einem Gesamtsystem kombiniert oder auch ein bzw. wenige Geräte für eine Teil- oder Einzelplatzheizung genutzt werden. Je nach Hersteller gibt es unterschiedliche Designs.

Infrarotheizungen werden mit Strom betrieben, gelten jedoch als sehr kosteneffizient, da sie sehr rasch Wärmeleistung erbringen. Im Betrieb sind gute Systeme einfach zu steuern und besonders komfortabel.

Worauf man beim Kauf achten sollte
Mittlerweile gibt es eine Reihe von Anbietern von Infrarot-Heizsystemen. Unterschiedlich in Leistung, Optik und nicht zuletzt auch Preis. Das Problem: Für den Laien sind ohne ausführliche Beratung wesentliche Qualitäts- (und auch Sicherheits-!)Kriterien nicht auf den ersten Blick erkennbar.

 „Redwell“-Experte Buschhoff rät daher:

  • Fachmännische Beratung ist das Um und Auf! Auch wenn versichert wird, dass man die Heizung einfach nur anstecken muss – das stimmt so nicht. Die richtige Planung, Kombination und Platzierung ist äußerst wichtig. 
  • Sicherheitsfragen: Darauf achten, dass die Materialien der Infrarotheizung nicht brennbar sind. Es gibt Billigstanbieter, bei denen das nicht der Fall ist! Von Vorteil sind z. B.  Hartglasemaillierte Oberflächen. Diese wirken sich auf die Wärmeabgabe positiv aus und es besteht keine Verbrennungsgefahr (Kinder!).
  • Auf Kennzeichen und Gütesiegel achten – Aktiv nach Kennzeichen auch in Bezug auf die Materialprüfung fragen. 
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