Eine Nachbarin hatte an jenem Freitag um 20.20 Uhr das Feuer wahrgenommen. Wenige Minuten später war ein Großaufgebot der Feuerwehr vor Ort, konnte den 200 Jahre alten Stall aber nicht mehr retten. Niemand wurde verletzt, das Vieh gerettet, aber der Sachschaden beträgt etwa 150.000 Euro.
Anfangs Rätselraten um Ursache
Zum Zeitpunkt des Feuers blitzte und donnerte es über dem Bezirk Leoben. "Anfangs wurde ein Blitzschlag als Brandursache vermutet", so ein erhebender Beamter: "Doch das schlossen Experten am Montag darauf anhand der Gewittergrafik aus." Ein technischer Defekt lag auch nicht vor, also kam nur noch eine subjektive Ursache in Frage - Fahrlässigkeit oder Brandstiftung.
Erstmals geriet der 20-jährige Sohn des Besitzers ins Visier der Fahnder. Der Lehrling und Jungfeuerwehrmann hatte sich vier Tage zuvor bei Kameraden beklagt, dass er daheim den Neubau des Stalls mitfinanzieren müsse.
Nach Feier betrunken ausgerastet
Am späten Dienstagabend erleichterte der Obersteirer sein Gewissen. Laut seinen Angaben hatte er mit Freunden den 20. Geburtstag vorgefeiert. Als der Betrunkene daheim den Stall sah, kam der Hass darüber hoch, am Wochendende wieder früh aufstehen zu müssen. Er zündete im Gebäude das Heu an, versteckte sich und stieß später als Helfer dazu. Der 20-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.
von Manfred Niederl ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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