Die Prüfer haben einen Vergleich von Forschungsergebnissen und Patenten an den Technischen Universitäten Graz (im Bild die Gebäude in der Petersgasse) und Wien angestellt. Und siehe da, obwohl die Wiener TU um einiges größer ist, sind die Grazer offensichtlich um einiges innovativer.
Um ein Drittel mehr Patente
In der Bundeshauptstadt erzielte man pro Tausend Forscher im Jahresschnitt nur etwa 21 Patente, in der Steiermark jedoch gleich 31, also gleich um ein Drittel mehr. "Die Kennzahl entspricht laut einer internationalen Analyse der von forschungsintensiven Universitäten in den USA", lobt der Rechnungshof.
Gut unterwegs sind die Grazer auch in Sachen Erfindungen, da steht's im Match gegen Wien 207 zu 198. Bei der Summe der Patentanmeldungen wiederum hat Wien mit 136 zu 127 die Nase vorn, doch wie gesagt, dort grübeln und tüfteln ja ein paar Tausend Wissenschafter mehr über den Problemen der Welt...
Großzügiger Umgang mit geistigem Eigentum kritisiert
Was den Wert der Patente betrifft, gehen die vom RH veranlassten universitätsinternen Schätzungen davon aus, dass die TU-Graz auf einem Schatz in der Dimension von etwa 10,3 Millionen Euro sitzt, die Wiener TU kommt auf lediglich 8,9 Millionen. Natürlich gibt's auch Kritik: So sind die Unis bei Forschungskooperationen mit Firmen mit ihrem geistigen Eigentum recht großzügig umgegangen: "Das wurde in beachtlichem Ausmaß den Unternehmen überlassen..."
Und: hapern tut's auch an operativen Verwertungsstrategien ebenso, wie an der längerfristigen Planung der finanziellen Entwicklung, konstatierte der Rechnungshof.
Trotzdem: Die Steiermark darf mit Stolz von sich behaupten, eine der innovativsten Technischen Universitäten zu beherbergen. Besser als Wien ist man am Sektor Patente allemal!
"Steiermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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