Sonnenschutz

Verdunkelung mit Durchblick

Wohnkrone News
03.07.2009 13:20
„Ahhh – angenehm kühl“, seufzen an heißen Tagen viele, wenn sie in einen abgedunkelten Raum kommen. Wobei die Optik oft täuscht. Denn gut beschattete Räume werden im Sommer stets als wesentlich entspannender und daher auch kühler empfunden als solche, in denen die Sonne ungebremst durch die Fenster knallt. Tatsache ist: Zu grelles Licht in Räumen beeinträchtigt besonders an heißen Sommertagen das allgemeine Wohlbefinden, senkt die Konzentrationsfähigkeit und belastet die Augen. Vor allem Kinder leiden darunter. Hochsaison also für Jalousien und Rollos.

Ohne ausreichende Beschattung der Innenräume geht vor allem in sommerlichen Hitzephasen so gut wie gar nichts. Wobei die Innenraum-Verdunkelung auch optisch cool sein sollte. Denn gute Jalousien und Rollos im Innenraum erfüllen nicht nur Anforderungen wie Blendfreiheit, Sichtschutz, Beschattung und Hitzedämmung, sondern gestalten durch Farb- und Formwahl den gesamten Raum mit.

Heute gibt es bei der Innenraumbeschattung mehr als 150 verschiedene Modelle: Vom kindergerechten Sternenhimmel für das Dachschrägfenster im Nachwuchszimmer bis hin zur stylischen Alu-Innenjalousie, die bei größeren Fensterflächen unterschiedliche Verdunkelungsstufen erlaubt – optimal etwa für die Arbeit am Computer.

Durchsicht nur auf Wunsch
In der Innenraumbeschattung werden entweder Jalousien oder Rollos eingesetzt. Ganz allgemein versteht man unter Jalousie einen variablen Sicht- und Sonnenschutz. Die bekanntesten Materialien, aus denen Jalousien hergestellt werden, sind heute Aluminium, PVC oder auch Holz. Besonders beliebt sind die Alu-Jalousien, da hier die Farbauswahl am größten ist und sie auch gegenüber der aggressiven UV-Strahlung der Sonne resistent sind. Vielleicht nicht ganz so unverwüstlich-pflegeleicht sind Holzjalousien, die allerdings mit einem ganz besonders wohnlichen und „weichen“ Flair im Innenraum punkten.

Sichtschutz und Beschattung bei den Jalousien erfolgen durch die einzelnen Lamellen, die verschieden eingestellt werden können: Von ganz blickdicht bis hin zu den unterschiedlichsten Abstufungen der „Durchsicht“. Deko-Vorteil: Durch diese Einstellungsmöglichkeiten der Lamellen lassen sich unterschiedlichste Tageslicht- und Farbspiele im Raum inszenieren.

Achtung: Im Gegensatz zu Außenjalousien, die dem Sonnen- und Witterungsschutz dienen (spezielle Modelle auch dem Einbruchsschutz!), erfüllen Innenjalousien lediglich Funktionen des Sicht- und Lichtschutzes – ähnlich einem Vorhang.

Demgegenüber können im Innenraum angebrachte Rollos auch die Hitze im Raum etwas abschwächen. Vor allem dann, wenn sie aus speziellen Materialien hergestellt sind. Rollos sind meist rechteckige Stoffbahnen, die auf eine Welle gewickelt sind und bei Bedarf auf- oder zugezogen werden. Sie sind preislich häufig günstiger als gute Innenjalousien, bieten dafür aber keine Spielvarianten der Regulierung des Lichteinfalls. Auch Rollos gibt es in vielen Farben, Modellen und Mustern.

Was „Jalousien“ mit Eifersucht zu tun haben…
Effektvoll sind an den Innenjalousien nicht nur die möglichen Tageslichtinszenierungen, sondern schon der Name selbst und die Geschichte der Jalousie.

„Jalousie“ ist ursprünglich der französische Name für „Eifersucht“. So wurden in Frankreich zunächst Fenstergitter bezeichnet, die so beschaffen waren, dass sie zwar den Blick vom Rauminneren nach außen, aber nicht von außen in das Innere ermöglichten. Dabei handelt es sich aber keineswegs um eine eigene Erfindung des galant-freizügigen Volkes, sondern um Nachbildungen orientalischer Haremsgitter. Der Hausherr wachte eben „eifersüchtig“ darauf, dass seine Frauen von allen Blicken der (männlichen) Außenwelt abgeschottet waren. Logisch, dass daher auch die ersten Modelle europäischer Fenstergitter nicht verstellbar waren. Erst 1812 wurde ein Modell mit verstellbaren und wendbaren Brettchen (Lamellen) vom französischen Tischler Cochot in Paris zum Patent angemeldet. Das Funktionsprinzip ist bis heute im Wesentlichen gleich geblieben.

Was für Kinder zählt
Nicht nur Erwachsene fühlen sich an heißen Tagen in einem abgedunkelten Raum gleich um vieles wohler – vor allem auch Kinder brauchen Beschattung und richtige Verdunkelung. So wichtig Tageslicht für die Entwicklung des Nachwuchses ist - zu viel blendendes Licht sollte unbedingt vermieden werden. So wies zum Beispiel die amerikanische Heschong Mahone Group nach, dass bei zu grellem Licht die Konzentrationsfähigkeit der Kinder um bis zu 9 Prozent sinkt.

Aber auch Farben spielen für Kinder eine ganz besondere Rolle. Experten-Farb-Faustregel von Farbpsychologe Prof. Mag. Karl Albrecht Fischer, Leiter des Österreichischen Institutes für Licht und Farbe und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Vitalakademie Wien: In Zimmersituationen, wo Kreativität und Bewegung gefragt ist, sollte belebenden Farben wie Rot, Gelb oder Orange der Vorzug gegeben werden, in Ruhe- und Schlafzonen rät Fischer zu Blau-, Grün- und Lilatönen. Und – obwohl es Kinder bunt lieben – zu schrill und zu intensiv darf es nicht werden. Besser sind weniger gesättigte Pastelltöne: „Die geringe Farbwirkung wirkt ähnlich einem homöopathischen Mittel. Sie bringt zwar die vitale Farbwirkung, aber in einer fein stimulierten Dosis und kann somit Konzentrationsschwierigkeiten und Hyperaktivität ausgleichen“, so Fischer.

Einige Hersteller bieten ein eigenes Kinderprogramm an. So gibt es etwa bei Velux neben dem Kinder-Hit-Modell „Sternenhimmel“ auch Blumenwiesen oder wilde Steppenlandschaften. 

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