Es sind die Erweiterungspläne des Unternehmens, die Dutzende Peggauer Montag früh vor der Firmenzentrale aufmarschieren ließen: In den Segmenten Sperrmüll und Gewerbeabfall soll die Deponiekapazität verzwölffacht, die Aufbereitung der Abfälle in die Nähe der Schule und des in Bau befindlichen Kindergartens verlegt werden.
"Wir können nicht mehr ins Freie"
Schon jetzt ist die Situation aber für die meisten hier im Ort beinahe unerträglich. "Wir können nicht mehr ins Freie, weil es so stinkt", rümpften zahlreiche Bewohner beim Lokalaugenschein die Nase, und: "Peggau darf nicht Neapel werden!" Doch nicht nur der Leitung der Firma Zuser, sondern auch den Vertretern von Land und Behörde wurde kräftig der Kopf gewaschen: Man kontrolliere viel zu wenig, und mit den Umweltauflagen nehme man es auch nicht immer so genau.
20 Prozent des Abfalls müssen weg
Harsche Kritik, die ihre Wirkung nicht verfehlte – die Verhandlung endete mit einem Knalleffekt: Die Deponie hat unverzüglich geräumt zu werden, 20 Prozent des Abfalls (bis zu 30.000 Tonnen) müssen weg! Und die Vergrößerung der Anlage wird UVP-pflichtig, liegt also vorerst auf Eis. Ortschef Helmut Salomon: "Ein erster Erfolg für die Bevölkerung!"
von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"
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