Die Augen des Agrar-Landesrates leuchten, wenn er die Idee erklärt, "weil ich sie wirklich für erstklassig halte und davon überzeugt bin", betont Johann Seitinger (im Bild).
Vorbereitungen voll auf Schiene
Und so schaut das Projekt in seinen Grundzügen aus: Die Maisspindelen, das ist das was übrigbleibt, wenn die Maiskörner entfernt werden, "ärgern jeden Bauern", weiß Seitinger. "Sie werden gehäckselt in die Erde eingebracht, verrotten schwer." Die Spindel soll aber künftig – ähnlich dem Pellets-System – zu hochwertigem Brennstoff verarbeitet werden. Die Vorarbeiten dafür laufen voll auf Schiene!
Seitinger: "Den Spezial-Mähdrescher, der Maiskörner von der Spindel trennt, den haben wir schon. Dann wird das Material getrocknet und für große Brennanlagen aufbereitet." Später sollten durchaus auch private Nutzer von Pelletsheizungen auf die "Maisenergie" zurückgreifen können.
"Internationaler Hammer"
Seitinger: "Es gibt nur noch ein paar Probleme zu lösen, wir müssen etwa die Emissionswerte in den Griff bekommen, herauskriegen, wie die Öfen adaptiert werden sollen und noch ein paar andere Dinge. Dafür arbeiten wir eng mit der TU und dem Joanneum zusammen." Aber Seitinger ist zuversichtlich: "Nächstes Jahr sind wir marktfähig. Und dann wird dieses steirische Patent ein internationaler Hammer."
Die Idee klingt so simpel wie genial, aber warum macht das ein anderer nicht längst? Warum hat Amerika das noch nicht umgesetzt? Seitinger: "Weil dort in echten Massen gedacht wird – und weil das schlicht kein Thema war, solange Rohöl günstig da war."
von Christa Blümel, "Steirerkrone" und steirerkrone.at
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