Do, 21. Juni 2018

Ruhestand im Häfn

29.05.2009 15:40

71-jähriger Hochstapler muss erneut hinter Gitter

Geständig hat sich jener 71-jährige Hochstapler, der wegen des Verkaufs gefälschter Dokumente bereits mehrmals im Gefängnis saß, am Freitag vor Gericht gezeigt. Zwei Jahre und 10 Monate wird er nun erneut hinter Gittern verbringen müssen, weil er insgesamt 217 gefälschte internationale Führerscheine an den Mann und die Frau brachte...

"Ist jetzt endlich mal Tabula rasa, machen wir einen Schlussstrich?", fragt  Richter Wolfgang Wladkowski den Hochstapler. Nicht zum ersten Mal steht der nämlich vor Gericht. Er hatte Adels- und Doktorentitel verkauft, war zuletzt 14 Monate wegen des Verkaufs gefälschter Führerscheine gesessen.

Nach Haftende 217 weitere Fälle aufgetaucht
Doch nur einen Monat nach dem vorzeitigen Haftende wurde er erneut gefasst. Bei Ermittlungen in Deutschland waren 217 weitere Fälle aufgetaucht. Er habe anfänglich geglaubt, es handle sich um Originale, so der Angeklagte. "Wollen Sie einen echten internationalen Führerschein sehen?", fragt der Richter und zückt seinen eigenen: "Die dürfen aber nur Autoclubs ausstellen."

100 Euro Provision pro Schein
Vor Gericht zeigte sich der Mann geständig. 100 Euro Provision habe er pro Führerschein bekommen, den Rest der Einnahmen über einen Kontaktmann nach Israel weitergeleitet. Wer die Drahtzieher seien, konnte er dem Gericht nicht sagen. Zu zwei Jahren wurde der Mann  verurteilt, die zu den unlängst erlassenen 10 Monaten dazukommen. Außerdem muss er Wiedergutmachungen (99.000 Euro) leisten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

von Christoph Hartner, "Steirerkrone"

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