"Heute war so ein Rennen, wo alles gepasst hat. Zweimal null in einem Super-Rhythmus geschossen und läuferisch habe ich in der letzten Runde noch einmal gewaltig Gas geben können. Ich kann es noch gar nicht glauben, einfach traumhaft", erklärte Landertinger nach seinem ersten Podestplatz im Weltcup.
Sumann verpasst Top Ten knapp
Neben dem Youngster landete auch noch der Kärntner Fritz Pinter als Achter in den Top Ten, die der Steirer Christoph Sumann als Elfter lediglich um zwei Zehntelsekunden verpasste. "Das war ein gutes Rennen, aber der letzte Zacken fehlt bei mir noch. Ich bin noch nicht da, wo ich sein will", übte Pinter trotz seines bisher besten Saisonresultats Selbstkritik.
Nur der an diesem Tag unantastbare Björndalen war diesmal für Landertinger außer Reichweite. "Das war ein perfektes Rennen, das beste in diesem Jahr und seit langer Zeit", betonte Björndalen nach dem ersten Saisonsieg, dem bereits 83. seiner so erfolgreichen Karriere. Der fünffache Olympiasieger und neunfache Weltmeister, der am 27. Jänner 35 Jahre alt wird, lag nur nach dem ersten Schießen 0,3 Sekunden hinter Sumann, der das Rennen aber nach seiner tollen Leistung als Schlussläufer im Staffelrennen am Donnerstag (Platz drei) zu schnell angegangen war. Nach dem zweiten Schießen war der Steirer noch 23,6 Sekunden hinter Björndalen Zweiter gewesen, im Ziel fehlten ihm jedoch 1:07 Minuten auf den Sieger.
Von Platz 20 auf 2
Landertinger legte dagegen sein Rennen perfekt an. Nach dem ersten Schießen noch 20., war er nach dem Stehend-Anschlag bereits unmittelbar vor Pinter Vierter. Auf der letzten Laufrunde verlor der Hochfilzener nur noch vier Sekunden auf Björndalen, womit er noch unmittelbar vor dem neuen Weltcup-Spitzenreiter Emil Hegle Svendsen aus Norwegen, den eine Strafrunde ein besseres Ergebnis kostete, auf dem zweiten Endrang landete und sich damit auch eine exzellente Ausgangslage für die Verfolgung über 12,5 km am Sonntagnachmittag schuf.
"Wir haben gewusst, dass 'Landi' unter die Top-Fünf laufen kann, denn seine läuferische Leistung ist steil nach oben gegangen. Dass er Null-Null schießt, freut mich natürlich und gibt ihm für die Zukunft das nötige Selbstvertrauen am Schießstand", lautete das zufriedene Resümee von ÖSV-Trainer Reinhard Gösweiner. "Auch die Leistung von Fritz Pinter und Christoph Sumann war gut, man hat aber gemerkt, dass sie nach dem Staffelstart etwas müde in den Beinen waren."
Landertinger ist der insgesamt zehnte ÖSV-Biathlet, der in einem Einzelrennen den Sprung aufs Weltcup-Podest geschafft hat. Vor ihm war dies bereits Rudolf Horn, Franz Schuler, Alfred Eder, Ludwig Gredler, Wolfgang Rottmann, Wolfgang Perner, Sumann, Pinter und Daniel Mesotitsch gelungen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.