Die Österreicher, die die letzten beiden Weltcup-Bewerbe gewonnen hatten, lagen während des Rennens lange Zeit außerhalb der Podestplätze, ehe Schlussläufer Sumann der ÖSV-Mannschaft doch noch Platz drei sicherte.
Führung im Staffel-Weltcup ausgebaut
Im Staffel-Weltcup bauten Sumann und Co. damit ihre Führung vor den letzten beiden Rennen in Pyeongchang (22. Februar) sowie Vancouver (15. März) aus, da Verfolger Russland diesmal nur Siebenter wurde. "Unser Ziel ist, den Weltcup zu gewinnen", betonte ÖSV-Trainer Reinhard Gösweiner. Seine Truppe hat es als einzige Nation in allen vier bisherigen Saisonrennen (Plätze 2,1,1,3) auf das Podest geschafft.
Norweger mit Top-Schussleistung
Die Norweger verbuchten nur fünf Schießfehler und legten damit den Grundstein zum klaren Sieg, Superstar Ole Einar Björndalen konnte sich beim letzten Schießen zwei Fehler leisten und kam trotzdem mit einem respektablen Vorsprung ins Ziel. "Die Norweger waren unerreichbar, wir hatten schon am Anfang ein Loch. Dass zuzumachen ist fast unmöglich", musste Gösweiner die Überlegenheit von Björndalen und Co. anerkennen. Der dritte Platz sei trotzdem "sensationell", immerhin wäre man im Vorhinein schon mit einem Top-5-Platz zufrieden gewesen.
Mesotitsch übergibt nur als Zehnter
Startläufer Mesotitsch (5 Nachlader/+ 45,6 Sekunden) hatte als Zehnter an Fritz Pinter übergeben, dieser hatte zwar weitere Zeit verloren, sich allerdings bereits auf den fünften Rang (3/53,7) verbessert. Das Duo haderte vor allem mit der eigenen Schießleistung. "Es war ein hohes Tempo in der ersten Runde, das Schießen ist dann komplett daneben gegangen", sagte Mesotitsch. Und Pinter fügte hinzu: "Läuferisch habe ich gut aufgeholt, nur das Schießen ist auch mir nicht ganz gelungen."
Eberhard schoss genauso wie Pinter (3/1:36,6) dreimal daneben, konnte aber den fünften Rang erfolgreich verteidigen. "Es war eine solide Leistung von mir, in der letzten Runde war es aber sehr hart, da hat mich die Kraft etwas verlassen", meinte der 24-Jährige. Eberhard hatte im Vergleich zum Sieg in der Vorwoche in Oberhof gegenüber Dominik Landertinger den Vorzug erhalten.
Starke Leistung von Schlussläufer Sumann
Mit einer starken Lauf- und Schießleistung holte Sumann (2/1:43,1) für Österreich aber doch noch die "Kohlen" aus dem Feuer. Ausschlaggebend war ein fehlerloser Auftritt beim abschließenden "sensationell guten" Stehend-Schießen, mit dem der 32-Jährige die Konkurrenten aus Italien und Frankreich hinter sich ließ. "Wie ich in die Loipe gegangen bin, war es einfach, da ich schon zu weit vorne war", merkte Sumann an.
Der Steirer hat für die beiden Einzelbewerbe am Samstag (Sprint) und Sonntag (Verfolgungsrennen) jedenfalls noch große Ziele. "Dass der Staffelbewerb am ersten Tag ist, ist nicht so gut, da bin ich noch nicht so spritzig", richtete Sumann eine Kampfansage an die Konkurrenz.
Staffel-Weltcup nach 4 von 6 Bewerben:
1. Österreich 222 Punkte
2. Russland 190
3. Norwegen 182
4. Deutschland 177
5. Schweden und Frankreich 156
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