So, 19. August 2018

Dopingvorwürfe

09.10.2008 16:22

Schumachers Manager und Anwalt hegen Zweifel

Die Dopingvorwürfe gegen den nach wie vor schweigenden Rad-Profi Stefan Schumacher haben am Donnerstag dazu geführt, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Betrugsverfahren eingeleitet hat. Das Quick-Step-Team will sich indes vom Deutschen trennen, sein Manager und sein Anwalt wehren sich hingegen gegen die erhobenen Vorwürfe. Es gebe "Anlass zu berechtigten Nachfragen und Zweifeln".

"Entgegen einiger Verlautbarungen in den Medien waren die Blutwerte von Stefan Schumacher bei der Eingangskontrolle der Tour de France am 3. Juli und bei der Kontrolle am Ruhetag am 15. Juli nicht nur ohne jede Beanstandung, sondern im absolut unauffälligen Bereich", insistierte Schumachers Rechtsbeistand Michael Lehner. "Die unmittelbar nach beiden Dopingkontrollen analysierten A-Proben waren negativ, ohne Dopingbefund."

"Blutwerte während der Tour unauffällig"
"Unter welchen Umständen und welche Blutproben drei Monate später im Labor in Chatenay-Malabry angeblich positiv auf CERA getestet worden sein sollen, ist nach den bisher vorliegenden Unterlagen völlig unklar", erklärte Lehner weiter. Auch Schumachers Manager Heinz Betz warf sich für seinen Schützling ins Zeug. "Unter anderem berichtete die AFLD laut Medienberichten davon, dass Stefan in der ersten Woche der diesjährigen Tour de France einen Brief erhalten habe, in dem er gebeten wurde, seine Blutwerte mit dem Teamarzt zu diskutieren. Stefan hat nie solch einen Brief erhalten, seine Blutwerte während der Tour waren nachweislich völlig unauffällig", meinte Betz.

Quick-Step-Team will Schumacher kündigen
Dessen ungeachtet will der belgische Quick-Step-Rennstall den für 2009 geschlossenen Vertrag mit Schumacher aufkündigen. "Ich betrachte ihn als null und nichtig", sagte Teamchef Patrick Lefevere der belgischen Zeitung "Gazet van Antwerpen" am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft wiederum sprach von einem Anfangsverdacht, ein Betrugsverfahren sei eingeleitet worden. Bereits am Dienstag hätten Beamte das Privathaus des 27-Jährigen durchsucht und einige Beweismittel sichergestellt, erklärte die Sprecherin und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Das Material aus Schumachers Privathaus werde derzeit ausgewertet.

Lehner bestätigte die Ermittlungen, monierte aber, dass sein Mandant erst bei dieser Durchsuchung als Letzter offiziell von den Vorwürfen erfahren und erst da einen an ihn persönlich gerichteten Brief der französischen Anti-Doping-Agentur AFLD erhalten hatte. "Bereits geöffnet und ohne die deutsche Übersetzung, die der Umschlag angeblich enthalten sollte."

Ausgelöst worden war die Aktion durch Informationen der Französischen Anti-Doping-Agentur (AFLD) vom vergangenen Freitag, die über das Bundeskriminalamt (BKA) und das Landeskriminalamt (LKA) zur Stuttgarter Staatsanwaltschaft gelangten. In Nach-Tests zur diesjährigen Tour de France wurde Schumacher am 3. und 15. Juli in der A-Probe positiv auf Doping mit dem EPO-Präparat CERA getestet.

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