Sa, 18. August 2018

Böse Verwechslung

10.09.2008 10:27

Pestizid statt Dünger gespritzt

Was ein einzelner Buchstabe alles anrichten kann! Weil's dem Rasen gut tut, bestellten die Betreiber des Golfplatzes in Gai bei Leoben (im Bild Gerhard Moser) einen Wiesendünger namens "Kick" bei einem Lieferanten. Der verstand am Telefon jedoch "Click" und lieferte selbiges Konzentrat. Allerdings: Es handelt sich dabei um ein starkes Unkrautvernichtungsmittel...
Zwei geflügelte Wörter fallen einem bei dieser Geschichte ein: "Kleine Ursache, große Wirkung" und "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen". Um die so genannten "Greens" in Gai - als kurz geschnittene Grünflächen das Aushängeschild eines jeden Golfplatzes - vor dem Austrocknen zu bewahren, entschieden sich die Betreiber heuer für den Griff zur chemischen Wunderwaffe. Und langten nach dem Telefonhörer, um das Düngemittel "Kick" bei dem Lieferanten zu bestellen.

Späte Erkenntnis
Prompt wurde auch ein Konzentrat geliefert, das sogleich auf 10.000 Quadratmetern schönstem Golf-Grün versprüht wurde. Jedoch: Der Rasen spross nicht, nein, er wurde sogar heller und dann braun. Die Erkenntnis - man hatte mit dem in der Landwirtschaft verwendeten Unkrautvernichtungsmittel "Click" "gedüngt" - kam zu spät.

Auch Gegengift half nicht
Die Greens waren nicht zu retten, auch ein aus Amerika eingeflogenes "Gegengift" half nicht. "Das war eine Verkettung unglücklicher Umstände, offenbar wurden wir missverstanden, und uns ist der Unterschied auch nicht aufgefallen", ist Gerhard Moser, Besitzer der Anlage, zerknirscht. Der Schaden dürfte 500.000 Euro betragen.

Wer dafür aufkommt? Das erfährst du im Interview in der Infobox!

von Jörg Schwaiger und Heinz Weeber, "Steirerkrone"

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