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08.12.2016 - 01:50
Um im Frühjahr nicht mit Jungen überrascht zu werden, muss man seine Katze kastrieren lassen.
Foto: Vier Pfoten

Oberhauser setzt Tierschutz- Verbesserungen um

24.03.2016, 10:10

Tierschutzministerin Sabine Oberhauser hat weitere wichtige Verbesserungen für den Tierschutz erreicht: So sind etwa Kaufbörsen mit Wildtieren wie Schlangen, Spinnen oder Papageien ab dem 1. April verboten, und Katzen "in bäuerlicher Haltung" unterliegen künftig ebenfalls der Kastrationspflicht.

Das Verbot von Wildtierbörsen diene dem Schutz der Tiere, da es dadurch zu weniger Spontankäufen kommt, so Ministerin Sabine Oberhauser: "Der Kauf eines Tieres will gut überlegt sein. Tierhalter haben eine Verantwortung gegenüber ihren tierischen Mitbewohnern. Kaufbörsen regen zu Spontankäufen an und uninformierte Spontankäufe führen zwangsläufig zu mehr Tierleid, da sich die Käuferinnen und Käufer oft nicht über die Haltungsbedingungen informieren. Daher werden die Wildtierbörsen nun verboten."

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser
Foto: BMG/Marlene Neichl

Weiterhin erlaubt bleibt der Kauf von Wildtieren in Tier- und Zoofachhandlungen, wo man sich ausführlich über die Bedürfnisse der Tiere beraten lassen kann, sowie der Tausch bei Tauschbörsen.

Kastrationspflicht für Katzen "in bäuerlicher Haltung"

In der Vergangenheit ist es zu Missverständnissen bei der Pflicht der Kastration von Katzen gekommen. Bisher war geregelt, dass jedes Tier kastriert werden muss, wenn es sich auch draußen aufhält. Ausgenommen waren reine Wohnungskatzen, Stubentiger, die zur Zucht verwendet werden, sowie Katzen "in bäuerlicher Haltung". Der Begriff "bäuerliche Haltung" wird nun gestrichen, so dass nur noch Wohnungskatzen und Zuchtkatzen von der Kastrationspflicht ausgenommen sind.

"Wollen unkontrollierte Vermehrung verhindern"

"Mit dieser Klärung tragen wir dazu bei, unnötiges Tierleid zu verhindern. Zahlreiche Katzenjunge landen in einem Tierheim oder werden schlimmstenfalls sogar getötet, weil sich freilaufende Katzen unkontrolliert paaren und die Besitzer dann nicht wissen, was sie mit den Jungtieren machen sollen. Mit der Kastrationspflicht für alle freilaufenden Katzen wollen wir solche Fälle künftig verhindern", so Oberhauser.

Maggie Entenfellner lobt Ministerin

"Krone"- Tierexpertin Maggie Entenfellner freut sich über die positiven Entwicklungen im österreichischen Tierschutz: "Sowohl die Erweiterung der Kastrationspflicht von Katzen als auch das Verbot von Wildtierbörsen und der Kampf gegen den illegalen Welpenhandel sind mir schon lange ein großes Anliegen. Mit Sabine Oberhauser ist eine Frau im Ministeramt, die nicht nur Versprechungen macht, sondern auch Taten setzt."

24.03.2016, 10:10
red
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