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03.12.2016 - 02:01
Foto: Sepp Pail

In der Steiermark wird das Schwein zum Gärtner

28.08.2013, 09:03
Für ein neues Projekt in Graz musste man das Sprichwort mit dem "Bock" ein bissl abändern – dort arbeiten nämlich acht Schweinderl unwegsames Gelände zum guten Ackerboden um.

In Graz- Mariatrost gibt es derzeit ein Projekt, das man durchaus als "Win- Win"- Initiative betrachten könnte – haben doch beide Seiten was davon! Es geht darum, etwa einen Hektar Fläche fit für den Anbau junger Pflanzen für eine Lehr- Gärtnerei zu machen. Und das über Schweinchen, die damit auch ein schönes, artgerechtes Leben im Freien haben.

Schweine statt Chemie

"Die Fläche ist nämlich derzeit mit Gestrüpp und Unkraut übersät", weiß Johannes Schantl, der Direktor der Land- und Forstwirtschaftlichen Fachschule Grottenhof- Hardt, die das Projekt betreut. Anderswo würde man das Ganze vermutlich mit Chemie niederspritzen, aber sicher nicht hier, weil das Gelände der bio- zertifizierten Gärtnerei Aufwind, dem Zentrum für Wohnen und Ausbildung, dienen wird.

Artgerechtes Leben für die Tiere

Also besann man sich darauf, wie man es früher einmal gemacht hätte – und siedelte acht Jungschweine auf der Fläche an! Die haben sofort ihre Tätigkeit aufgenommen: "Sie graben den Bereich richtig um, holen Wurzeln und Insekten aus der Erde, das Ganze funktioniert wirklich bestens", lautet Schantls erste Bilanz. Und die Tiere können damit artgerecht leben, sehen - im Gegensatz zu ihren bedauernswerten Artgenossen im Massenbetrieb - die Sonne, sind im Freien und spüren Erde unter den Füßchen. Freilich – das Ende ist auch bei ihnen dasselbe. Doch bis dahin hatten sie zumindest ein tierisch schönes Leben.

Pilotprojekt wird fortgesetzt

Bis November, wenn es friert, können sie jetzt noch rund um die Uhr auf der Wiese herumspringen und -ackern – dann sollte das Gelände auch schon fit für den Anbau im nächsten Jahr sein. Gemüse, Kräuter, köstliche Salate sollen hier wachsen und gedeihen.
Das Pilotprojekt wird's nächstes Jahr weiter geben! Schantl: "Die Fläche soll gedrittelt und einem jährlichen Wechsel unterzogen werden. Ein Jahr Bearbeitung durch die Schweine, im nächsten Jahr Gemüseanbau oder Brache, wie's nötig ist, und so weiter."

Konzept soll Schule machen

Die Ernte wird dann in der Aufwind- Biolehrküche zubereitet oder im Bio- Hofladen an Dienstagen und Freitagen am Vormittag verkauft werden. Johannes Schantl freut sich über das beispielgebende Projekt, über das sich schon Interessierte informieren. "Freilandhaltung von Schweinen gibt es ja schon, aber zum Zweck der Bodenbearbeitung ist diese Form sicher Neuland." Und vielleicht – hoffentlich – eine, die österreichweit Schule macht!

28.08.2013, 09:03
Christa Blümel, Kronen Zeitung/red
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