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05.12.2016 - 18:11

Erfolge im Kampf gegen Hundeleid in der Ukraine

15.02.2012, 10:47
Trotz europaweiter Proteste gegen das massenhafte Vergiften und Erschlagen von Streunerhunden in der Ukraine werden weiterhin unzählige Tiere getötet. Der Tierschutzverein "Vier Pfoten" konnte nun den ukrainischen Umweltminister davon überzeugen, eine schriftliche Vereinbarung über eine humane Lösung zur Regulation der Hundepopulation zu unterzeichnen. Zusätzlich erreichen uns laufend Fotos aus Kiew, wo Tamara Tarnawska vom Tierasyl "SOS" jene Hilfsgüter an ihre Schützlinge verteilt, die von der "Krone Tierecke" im Dezember ins Land gebracht wurden.

Es sind Fotos von schlechter Qualität, die uns Tamara Tarnawska vom Tierasyl "SOS" in Kiew zugeschickt hat, doch eines ist auf jedem einzelnen von ihnen deutlich zu erkennen: Wie sehr sich die Hunde und auch die Mitarbeiter über die Hilfsgüter freuen, die im Dezember von der "Krone Tierecke" ins Land gebracht wurden. Gierig stürzen sich die Verbeiner auf das Futter, zur Verfügung gestellt von Purina One. Die freiwilligen Helfer sind dankbar für Geschirre und anderes Zubehör für die Tiere, das von Fressnapf bereitgestellt wurde.

"Doghunter" wegen Tötungen vor Gericht

Es gibt noch weitere Erfolge im Kampf gegen das Hundeleid zu vermelden. Jetzt stehen erstmals zwei sogenannte “Doghunter” vor Gericht. Ein 19- Jähriger soll in Kiew mindestens 30 herrenlose Hunde vergiftet und erstochen haben, wie lokale Medien berichteten. Tierschützer gehen sogar von etwa 100 Bluttaten aus. Der Mitangeklagte habe die Morde gefilmt und die Clips ins Internet gestellt - dadurch flog das Duo auf. Den Männern drohen bis zu fünf Jahre Haft. Zum Prozessauftakt musste ein großes Polizeiaufgebot die Angeklagten vor aufgebrachten Tierfreunden schützen. Der Hauptangeklagte war zuvor massiv bedroht worden. "Ich fürchte um mein Leben", sagte der junge Mann.

Minister unterzeichnet Vereinbarung

Während die Hilfsaktion der "Krone Tierecke" immer noch nachwirkt, konnte die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" rund um ihren Präsidenten Helmut Dungler einen weiteren Erfolg im Kampf gegen die brutalen Hundetötungen erzielen. Nach langen Verhandlungen mit dem für Tierschutz verantwortlichen ukrainischen Umweltminister Mykola Zlochevskiy wurde nun eine schriftliche Vereinbarung mit ihm getroffen, die eine humane Lösung zur Regulation der Hundepopulation vorsieht. Der Verein bietet an, in den vier EM- Austragungsorten mit mobilen Tierambulanzen Straßenhunde zu kastrieren, zu impfen und dann wieder in ihren Revieren freizulassen. Nur so kann auf Dauer die Hundepopulation reguliert werden.

Fotokalender zugunsten der Streunerhunde

"Vier Pfoten" bringt zudem drei Fotokalender in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Mihai Vasile heraus, der rumänische Streunerhunde, Bären und Löwen fotografierte. Der Reinerlös aus dem Verkauf der Kalender kommt einem bereits laufenden Sterilisationsprojekt in Lemberg/Ukraine zugute. Die Kalender (Stückpreis 14,90 Euro, Versandkosten 6,50 Euro) können online  bestellt oder direkt bei "Vier Pfoten" abgeholt werden. Eine Diashow mit den schönsten Fotos des Streunerkalenders findest du in der Infobox.

15.02.2012, 10:47
AG/red
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