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04.12.2016 - 07:47
Foto: thinkstockphotos.de

Deutschland diskutiert eine Katzensteuer

28.10.2011, 14:15
Die knappen Kassen des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen haben die Politiker dazu veranlasst, über die Einführung einer Steuer für Katzen zu diskutieren. Zahlen soll aber nur, wer seinen Stubentiger nicht kastrieren lässt. Die Tierrechtsgruppe "Peta" begrüßt den Vorschlag.

Ein Mitglied der deutschen Patei CDU, Rainer Traue, fordert 20 Euro Steuern für jede Katze, die nicht kastriert ist. Im Interview mit einer Zeitung sagte er: "Die Zahl der frei laufenden Katzen steigt ständig. Die Tiere vermehren sich enorm. Viele landen im Tierheim, wo sie für rund 100 Euro kastriert werden müssen. Diese Kosten trägt die Stadt."

Die Katzensteuer soll die finanzielle Last für die Stadt nun senken und zugleich Katzenbesitzer zur Kastration ihrer Lieblinge motivieren. Carola Schmitt von der Tierrechtsgruppe "Peta": „Eine Katzensteuer ist absolut begrüßenswert. Die Deutschen würden sich vor Anschaffung einer Katze genau überlegen, ob sie sich das leisten können. Überfüllte Tierheime und kommunale Kassen würden endlich entlastet." Nach Angaben des Vereins gibt es in Deutschland etwa zwei Millionen streunende Katzen.

Der Deutsche Tierschutzbund hingegen sieht die Einführung einer Katzen- Steuer kritisch. Mitglied Marion Dudla: "Aus den Erfahrungen der Hundesteuer weiß man, dass sie selten zweckgebunden für Tierschutz verwendet wird. Bei den Katzen besteht die Gefahr, dass die Steuer nur vorgeschoben für Katzenkastrationen oder für Tierheime eingesetzt wird. Es sollten andere Möglichkeiten geprüft werden, Katzenkastrationen zu unterstützen."

Befürchtet wird auch, dass sich viele Menschen ihre Katzen dann nicht mehr leisten können oder wollen. Viele Stubentiger würden im Tierheim landen, die Vermittlung von Katzen aus dem Tierheim würde ein noch größeres Problem.

28.10.2011, 14:15
AG
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