Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
25.09.2017 - 20:12
Foto: Iris Fröhlich

10 Mythen, die deinen Tierarzt verzweifeln lassen

09.01.2012, 10:56
Wir alle wünschen uns, dass unsere Haustiere gesund bleiben. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt gehören daher zum Pflichtprogramm. Immer mehr Tierfreunde schwören allerdings auf Hausmittelchen und Diagnosen aus dem Internet. Dass im World Wide Web auch viele Unwahrheiten kursieren, bringt Veterinärmediziner regelmäßig zur Verzweiflung. Wir haben mit Tierärztin Dr. Iris Fröhlich über zehn Irrglauben gesprochen, die sie und ihre Kollegen immer wieder aufklären müssen.

1. Die Hundenase sagt uns, ob der Hund gesund ist

Dieser Mythus hält sich seit vielen Jahrzehnten. Tierärztin Dr. Iris Fröhlich: "Tatsächlich gibt es Fälle, in denen eine zu warme oder zu trockene Nase ein Symptom einer Erkrankung ist – meistens sagt die Nase aber nichts über den Gesundheitszustand aus." Tierärzte verlassen sich deswegen nicht auf den Zustand des Riechorgans, wenn sie Vierbeiner untersuchen.

2. Das tierische Maul ist sauberer als der menschliche Mund

Dabei handelt es sich um einen Irrtum. Besonders Bisse der Katze entzünden sich oft sehr stark.

3. Mischlinge sind gesünder als Rassehunde

Könnten sich alle Hunde ohne menschliches Eingreifen fortpflanzen, wäre irgendwann ein mittelgroßer Mischling mit mittellangem Fell das Ergebnis – der von Natur aus "ideale" Hund. Dieser Hund verfügt über eine große genetische Vielfalt und ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gesünder als der durchschnittliche Rassehund. Die freie Fortpflanzung ist aber den wenigsten Vierbeinern möglich – der "ideale" Hund ist in Wirklichkeit also die Ausnahme. Die meisten Mischlinge stammen von zwei Rassehunden ab, im schlimmsten Fall werden den Mischlingswelpen also die Erbkrankheiten beider Rassehunde weitergegeben. Ein Mischling ist somit nicht zwangsläufig gesünder als ein Hund mit Papieren.

4. Schwangere Frauen dürfen keinen Hundekot aufsammeln

Doch, sie dürfen – auch wenn sie diese Aufgabe während der Schwangerschaft natürlich an die Männer übertragen können. Die Befürchtungen vor Krankheiten wie Toxoplasmose sind unbegründet, sofern der Hund augenscheinlich gesund und regelmäßig entwurmt ist, sein Kot täglich entfernt wird und die grundlegenden Hygienemaßnahmen befolgt werden (Handschuhe tragen und Hände mit Seife waschen).

5. Ein Haustier muss seine Wunden lecken können

Hat dein Haustier eine frische Wunde, ist das Ablecken meist kein Problem. Entzündungen und Schwellungen kommen oft daher, dass Hund und Katze mit dem Lecken der Wunden nicht aufhören – die Heilung wird verzögert oder gar verhindert. Tierärztin Dr. Iris Fröhlich: "Operationsnarben sind jedenfalls tabu und dürfen nicht mit Hunde- oder Katzenzungen in Berührung kommen." Dein Tierarzt verteilt also aus gutem Grund Halskrausen an seine Patienten.

6. Katzen landen immer auf den Beinen

Dein Tierarzt kann dir mit Sicherheit Gegenbeispiele aus seiner Praxis nennen, denn auch Katzen können stürzen und sich dabei verletzen. Auch wenn der Untergrund, auf den sie springen, unregelmäßig ist, landet die Katze vielleicht unsanft. Übrigens: Stubentiger haben auch weder sieben noch neun Leben…

7. Was Menschen essen, ist schlecht für Haustiere

Keineswegs alles, was auf unseren Tellern landet, schadet unseren Haustieren. Gewürzte Speisen, Schokolade oder Alkohol sind für Hund und Katze jedoch tabu. Fleisch und Gemüse in der richtigen Zusammensetzung sind nicht ungesund, eine ausgewogene Ernährung für Vierbeiner erfordert allerdings sehr viel Spezialwissen – der Kauf eines hochwertigen Fertigfutters ist für jeden schaffbar.

8. Wohnungskatzen können sich nicht anstecken

Tierärztin Dr. Iris Fröhlich: "Natürlich hat eine reine Wohnungskatze in Einzelhaltung das geringste Risiko, sich mit Infektionskrankheiten anzustecken. Auf Impfungen und Co darf trotzdem auf keinen Fall verzichtet werden." Tritt man in einen Hundehaufen, kann man zu Hause den Parvovirus einschleppen, der für den Stubentiger tödlich enden kann. Auch Wurmeier finden sich im Erdboden, haften an deinen Schuhen und gelangen so in die Wohnung und zur Katze.

9. Schwangere Frauen sollen keine Katzen halten

Zur Freude über die Schwangerschaft gesellt sich immer noch bei vielen Frauen die Trauer über die vermeintlich notwendige Abgabe der geliebten Katze. Das muss nicht sein! Eine Infektion mit Toxoplasmose kann das ungeborene Kind schädigen, der Wirt sind hauptsächlich Katzen. Wenn im Haushalt ein Stubentiger lebt, sollte vor der Schwangerschaft ein Bluttest durchgeführt werden, der Auskunft über eine bereits durchgemachte Infektion gibt. Das Katzenklo sollte nicht von der Schwangeren gesäubert werden, der Vierbeiner kann aber bleiben.

10. Knoblauch wirkt gegen Würmer und Flöhe

So mancher Tierhalter schwört auf die Gabe von Knoblauch, um Hund oder Katze vor Würmern und Flöhen zu schützen. Viele Tierärzte warnen allerdings davor, Knoblauch als "natürliches Insektenschutzmittel" zu füttern. Knoblauchzehen enthalten einen Wirkstoff, der rote Blutkörperchen zerstören kann. Die Folgen können eine Anämie (Blutarmut), Kraftlosigkeit und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen sein.

09.01.2012, 10:56
dez
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum