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25.06.2017 - 08:57
Foto: face to face

Drei prominente Frauen machen Gewaltopfern Mut

08.04.2017, 06:00

AnnaLynne McCord wollte sich nach ihrer Vergewaltigung das Leben nehmen. Jane Fonda dachte, dass es ihre Schuld gewesen sei, dass sie als Kind sexuell missbraucht wurde. Lady Gaga leidet, seit ihr mit 19 Jahren Gewalt angetan wurde, an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Mit ihren öffentlichen Geständnissen, Opfer von sexueller Gewalt geworden zu sein, machen Prominente anderen Betroffenen Mut. Mut, sich Hilfe zu suchen und die Täter anzuzeigen.

Die "90210"- Darstellerin AnnaLynne McCord wurde im Alter von 18 Jahren in ihrem eigenen Zuhause vergewaltigt. "Ich habe einen Freund eingeladen und als ich aufgewacht bin, musste ich feststellen, dass meine Gastfreundschaft gründlich ausgenutzt wurde. Ich bin aufgewacht und er war in mir drin", sagte die mutige Schauspielerin in einem Interview mit der BBC.

AnnaLynne McCord
Foto: MediaPunch/face to face

Selbstmordgedanken nach Vergewaltigung

Lange Zeit habe die Angst sie handlungsunfähig gemacht: "Zehn Jahre lang dachte ich, es sei meine Schuld gewesen. Ich habe nicht zurückgekämpft." Nun denke sie jedoch anders: "Ich habe vor Kurzem durch meine Neurologierecherchen herausgefunden, dass mein Körper komplett dicht gemacht hat und mich nicht zurückkämpfen ließ, weil ich dachte, dass es die einzige Weise sei, um mit Missbrauch klarzukommen." Damals habe die 29- Jährige jedoch versucht, ihr Leben einfach so weiterzuführen, als ob nichts passiert sei. Doch sie habe sich an einen "sehr, sehr dunklen" Ort begeben. Die Blondine gesteht, Suizidgedanken gehabt zu haben und sich selbst die Arme aufgeritzt zu haben.

Erst als ihre Figur Naomi in der Serie "90210" vergewaltigt wurde, habe sie sich mit ihrer eigenen Vergewaltigung auseinandergesetzt. Nun sei ihr klar, dass sie nicht Schuld an dem Vorfall trage. Jetzt kämpft McCord darum, anderen Frauen in ähnlichen Situationen Mut zu machen. "Ich wurde nie in so einem Szenario vergewaltigt, wie sie es einem normal erzählen", erklärt sie. Der Star hat eine wichtige Botschaft: "Lass nicht zu, dass dich die höflichen Lügen der Gesellschaft zum Schweigen bringen."

Frauen trifft keine Schuld

Auch Hollywood- Legende Jane Fonda (79) gab sich selber die Schuld daran, vergewaltigt worden zu sein. "Ich wurde vergewaltigt, als Kind sexuell missbraucht, gefeuert, weil ich nicht mit meinem Chef schlafen wollte - und dachte immer, dass es meine Schuld sei, ich nicht das Richtige gesagt oder getan habe", sagte Fonda in einem Interview, das Oscar- Gewinnerin Brie Larson (27) mit ihr für das Magazin "The Edit" führte.

Jane Fonda
Foto: AFP


Konkreter wurde Fonda nicht, erzählte aber, dass sie in ihrem Leben einige Männer mit patriarchalischer Denkweise kennengelernt habe. "Ich fühlte mich bedeutungslos. Irgendwann habe ich beschlossen, mich nicht aufzugeben, um einem Mann zu gefallen." Sie sei mit der Krankheit aufgewachsen, es allen recht machen zu wollen, habe sich dann aber einer Frauenrechtsbewegung angeschlossen. "Ich kenne junge Mädchen, die vergewaltigt wurden, und sich dessen nicht einmal bewusst waren. Sie dachten, sie hätten nicht klar genug Nein gesagt." Eine der Errungenschaften der Frauenbewegung sei es, zu erkennen, dass Vergewaltigung und Missbrauch nicht die Schuld der Frauen sei.

Betroffene psychisch traumatisiert

Popstar Lady Gaga (30) gestand, dass sie mit 19 Jahren vergewaltigt worden sei. Überwunden hat sich die furchtbare Erfahrung nie. Sie kämpft nach eigenen Worten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. "Ich leide an PTBS."

Lady Gaga
Foto: AFP

Belastende Ereignisse hinterlassen psychische Spuren

Extrem belastende Ereignisse wie ein dramatisches Unglück hinterlassen bei vielen Betroffenen psychische Spuren. Eine häufige Folge sind sogenannte posttraumatische Belastungsstörungen. Sie treten teils erst Monate später auf und zeigen sich in unterschiedlichen Symptomen. Oft werden die Erkrankten schwermütig, haben Alpträume, körperliche Schmerzen sowie Panikattacken. Viele erleben das Ereignis - oft eine lebensbedrohliche Situation - in ihrer Vorstellung immer wieder. Der Alltag kann zu einer schier unüberwindlichen Herausforderung werden. Hilfe bietet eine Psychotherapie, in vielen Fällen ist eine stationäre Behandlung nötig.

Wenn Sie Opfer von Gewalt sind, rufen Sie um Hilfe! In Österreich können Sie sich an die Frauenhelpline  unter der Telefonnummer 0800 222 555 wenden.

Redaktion
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