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Fernando Santos: Der Brief des Teamchefs

11.07.2016, 16:39

Fernando Santos las vor, was er nach dem 0:0 gegen Österreich geschrieben hatte: "Ich habe immer an unseren Triumph geglaubt!"

Selten, dass ein Teamchef seine Analyse zu seinem größten Triumph damit begann, einen Brief vorzulesen, bevor er noch Fragen beantwortete. Das machte Fernando Santos, nachdem er als erster Portugiese mit Portugals Team einen Titel gewonnen hatte. Den Brief hatte er 23 Tage  zuvor nach dem 0:0 gegen Österreich im Prinzenparkstadion an seine Familie geschrieben. Als nach dem zweiten Remis im zweiten Gruppenspiel die Kritiken nur so auf die Portugiesen niedergeprasselt waren. In der Heimat, aber auch quer durch Europa.

"Portugal hat eine leuchtende Zukunft"

Der Tenor des Santos- Briefes: "Ich glaube weiter an unseren Triumph." Darum bedankte  er sich bei seiner Frau, seinen Kindern, Verwandten, Freunden und Verbandspräsident Tiago Craveiro, weil sie mit ihm an den Triumph geglaubt hatten: "Das ist eine unglaubliche Truppe, alle Spieler und die Betreuer. Immer mit mir auf einer Linie."

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Er habe die Mannschaft darauf eingeschworen, dass die Franzosen mehr Ballbesitz haben werden, sie auf Konter bauen müssen: "Ich war mir auch nach Ronaldos Ausscheiden schon zur Pause sicher, dass wir das Finale für uns entscheiden werden." Und er versprach gleich eine leuchtende Zukunft, wie er es ausdrückte. "Das war für Portugal noch nicht alles. Wir werden auch bei der Weltmeisterschaft in Russland in zwei Jahren weit kommen, davon bin ich absolut überzeugt."

Portugal kassierte das Rekordpreisgeld von 25,8 Millionen Euro. Die höchstmögliche Prämie von 27 Millionen verpassten die Portugiesen durch die Unentschieden gegen Island, Österreich und   Ungarn. Die  1,5 Millionen Unterschied  regten aber keinen der neuen Europameister auf.

11.07.2016, 16:39
Peter Linden, Kronen Zeitung
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