Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.08.2017 - 14:53
Foto: Land Salzburg, Markus Tschepp

Personal schwarz mit Gutscheinen und Bons bezahlt

24.01.2013, 08:11
Das hat dem Land Salzburg gerade noch gefehlt: Die Personalabteilung hat in den Landeskliniken eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Es geht um schwarze Zahlungen an Mitarbeiter der Klinik. Sie erhalten für Überstunden kein Geld, sondern Einkaufsgutscheine.

Den Fall ins Rollen brachte Christine Vierhauser (rechtes Bild), die engagierte Chefin im Klinik- Betriebsrat. Sie informierte per Mail die Landeshauptfrau, die Personalabteilung sowie Landesrat Sepp Eisl – der griff jetzt durch. Die Leitung der Kliniken muss offiziell Stellung nehmen. Es geht um Überstunden, die den Mitarbeitern nicht offiziell ausbezahlt wurden. Sie erhielten für ihre Arbeit Einkaufsgutscheine – einzulösen im Einkaufszentrum Europark oder bei den Annahmestellen von Sodexho. Drei Fälle sind bereits aktenkundig.

"Klarer Verstoß gegen Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetz"

So sprang u.a. eine Mitarbeiterin in einer personellen Notlage ein, damit im Juni 2012 die Ambulanz in der Kinderchirurgie über das Wochenende offen bleiben konnte. Danach erfuhr sie, dass sie keine Nachtdienstzulage erhält, sondern Gutscheine. Eine andere Mitarbeiterin hatte im Dezember 2012 ab 6.30 Uhr morgens Dienst - und arbeitete bis 22 Uhr bei einer Veranstaltung für 170 Pensionisten. Am folgenden Tag musste sie um 6.30 Uhr erneut zum Dienst. "Klarer Verstoß gegen Arbeitszeit- und Arbeitsruhegesetz", erklärt Vierhauser. "Da habe ich genau nachgefragt. Und schließlich erfuhr ich, dass sie für die Abendarbeit nicht offiziell bezahlt wurde, stattdessen bekam sie vom Spital Einkaufsgutscheine", so die Chefin.

"Schwarze Zahlungen mit Gutscheinen dürfen nicht sein"

Zudem lagen in einem Tresor vergessene Europark- Gutscheine im Wert von 2.030 Euro, dazu Kaufbelege für weitere Gutscheine und Dienstzeit- Abrechnungen einer Mitarbeiterin, die ins Jahr 2005 zurückreichen – auch sie hatte schon Gutscheine erhalten (linkes Bild). Die Personalabteilung des Landes macht die Abrechnungen für die Bediensteten der Kliniken.

Bei der ersten Überprüfung im Amt stellte sich heraus, dass es in keinem einzigen dieser Fälle versteuerte Sachbezüge gab – diese Gutscheine waren also eine Art schwarze Entlohnung, vorbei an Finanz und Sozialversicherung. "Schwarze Zahlungen mit Gutscheinen dürfen nicht sein - schon gar nicht in einem öffentlichen Unternehmen, wie es die Krankenanstalten sind. Der Landesrechnungshof ist auch schon informiert", berichtet Vierhauser. Die Ermittlungen beim Land stehen erst am Anfang.

24.01.2013, 08:11
Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum