Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
04.12.2016 - 16:46
Foto: APA/EXPA/JOHANN GRODER, APA/dpa/Peter Kneffel

Rom: Behauptung Platters ist "unannehmbar"

22.05.2016, 15:29

Italien reagiert verärgert auf die Worte des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter, der eine Verschärfung der Flüchtlingssituation am Brenner  festgestellt hatte. Die Behauptung, dass "die Italiener wirkungslose Beruhigungspillen über angebliche Kontrollen verteilen", seien unannehmbar, sagte der italienische Migrationsstaatssekretär Domenico Manzione.

"Wir haben großen Respekt vor dem Wahlkampf anderer Länder, doch wir haben vor allem großen Respekt vor der Wahrheit", sagte Manzione nach Angaben italienischer Medien. Die Behauptung, dass es vermehrt zu illegalen Übertritten am Brenner komme, sei aufgrund der Zahlen zu den Flüchtlingsaufgriffen keineswegs bewiesen. "Ich bedauere, dass diese Behauptung von Behörden kommt, mit denen wir eine gemeinsame Strategie vereinbart haben. Wir haben gemischte Polizeistreifen eingesetzt, die die Züge kontrollieren. Wir haben 50 zusätzliche Sicherheitskräfte geschickt. Die Zahl der aufgegriffenen Personen ist durchaus gering", erklärte Manzione.

Die konservative Rechtspartei Forza Italia um Ex- Premier Silvio Berlusconi sprach von einer "kolossalen Blamage" der Regierung um Premier Matteo Renzi. "Bald wird Österreich wieder Grenzkontrollen einführen, und dies ist der Unzulänglichkeit der Regierung zuzuschreiben, die total unfähig ist, die Flüchtlingsströme unter Kontrolle zu halten", sagte der Forza- Italia- Parlamentarier Maurizio Gasparri.

Kompatscher: Alleingänge bringen nichts

Im aufflammenden Flüchtlingsstreit zwischen Wien und Rom ist der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher um Beruhigung bemüht. Die Kontrollen am Brenner werden "angepasst", und zwar "ohne Alleingänge, die nirgendwo hinführen", sagte er am Sonntag der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Es brauche "ein Klima der guten Zusammenarbeit und des Vertrauens" zwischen den Nachbarländern.

Kompatscher berichtete, dass er von Innenminister Wolfgang Sobotka und seinem Tiroler Amtskollegen Platter kontaktiert worden sei. Diese hätten beklagt, dass zahlreiche Migranten in Regionalzügen unterwegs seien, "unter anderem 40 bis 50 pro Zug". Platter habe sich besorgt gezeigt, weil Dutzende Personen zu Fuß im Grenzort Gries am Brenner eingetroffen seien.

22.05.2016, 15:29
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung