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24.06.2017 - 22:27

Auf Wiens Straßen regiert das Faustrecht

26.04.2015, 06:00
Von alles eitel Wonne kann auf Wiens Straßen keine Rede sein. Fast 70 Prozent sagen, das Miteinander hat sich (stark) verschlechtert, zeigt die große Wochenumfrage von "Krone" und Unique-Research (Sample 500). Frauen und ältere Menschen sind besonders verunsichert, so Meinungsforscher Peter Hajek.

Das deckt sich mit Erhebungen und Beschwerden beim ÖAMTC. Sprecher Bernhard Wiesinger: "Hauptkonflikt Nummer eins ist Radfahrer gegen Autofahrer. Dann folgt Radfahrer gegen Fußgeher." Kaum Probleme würden hingegen Motorradfahrer verursachen. Auch zwischen Autolenkern und Fußgehern gebe es wenig Reibungspunkte. Wiesinger macht "die sehr einseitige Verkehrspolitik der letzten Jahre" für die steigende Aggressivität im Verkehr verantwortlich.

Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, Krone Grafik

Heißt: Das Credo der Grünen "Autos sind grundsätzlich böse, Radler grundsätzlich gut" sorgt für böses Blut. Wobei das nicht auf einzelne Menschen gemünzt ist. "Manch einer hält sich im Auto strikt an die Regeln. Steigt derselbe später aufs Rad, gibt es kein Halten mehr." Dass Pedalritter Vorschriften eher locker auslegen oder missachten, kommt für den Verkehrsexperten aus der gelebten Praxis in Wien. Drängeln, bei Rot über die Kreuzung, rechts überholen - auch die Polizei greift nicht immer rigoros durch.

Für verpflichtende Rad- Nummerntafeln plädiert der Mobilitätsclub nicht. Noch nicht. "Wenn es weiter zu so vielen Verstößen und Konflikten kommt, wird man sich aber was überlegen müssen." Eine Möglichkeit: Warnjacken mit Nummern zur Identifizierung von Rad- Rowdys.

Privatklinik auf AKH- Grund?

Ebenfalls Thema bei der Meinungsumfrage war diese Woche der mögliche Umbau des Wiener AKHs. "Wien ist eine bestens verwaltete Stadt mit sehr hoher Lebensqualität, so der einhellige Tenor in allen Umfragen. Dabei haben die Wiener gelernt, dass die Stadt die meisten Leistungen selbst erbringt. Nun soll eine Privatklinik auf den Gründen des AKHs gebaut werden", erklärt Hajek.

Die Wiener reagierten darauf jedoch eher skeptisch: "Nur ein knappes Viertel kann dem Bauvorhaben etwas abgewinnen. Ist auch verständlich, so viele werden sich die Privatklinik nicht leisten können. Geht man ins Detail, fällt auf, dass nur jeder Fünfte ein strikter Gegner ist. Weitere 20 Prozent konnten sich keine Meinung bilden. Ein sehr hoher Wert bei einer Umfrage. Das heißt, auch wenn die Stimmung derzeit nicht für den Bau ist, könnte man einen Großteil der Bürger mit guten Argumenten doch noch auf die Seite der Befürworter holen", weiß der Meinungsforscher.

26.04.2015, 06:00
Alex Schönherr, Kronen Zeitung/red
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