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27.06.2017 - 22:21
Die Nasen heimischer Zollhunde spüren auch Bargeld auf.
Foto: Jürgen Radspieler (Symbolbild)

Zoll macht an den Grenzen Jagd auf Schwarzgeld

23.04.2014, 17:00
Die Promi-Affäre um Ex-Bayern Präsident Uli Hoeneß sorgt offenbar nicht nur bei deutschen Steuerflüchtlingen für Nervosität. Der heimische Zoll beschlagnahmt immer mehr Schwarzgeld an den Grenzen - acht Millionen Euro waren es im Vorjahr.

Das Steuerabkommen mit der Schweiz (im Gegensatz zu Deutschland) hat auch bei uns die Zahl der Selbstanzeigen in die Höhe schnellen lassen. Andere wiederum versuchen - so wie deutsche Steuerflüchtlinge - ihr Schwarzgeld aus eidgenössischen Banken in Sicherheit zu bringen. Der Rekordaufgriff im vergangenen Jahr betraf auch einen reichen Geschäftsmann, der an der Grenze im Dreiländereck bei der Einreise aus der Schweiz nach Vorarlberg mit exakt 1.022.000 Euro in bar gestoppt wurde.

Zahl der Aufgriffe im Vorjahr um mehr als 55 Prozent gestiegen

Die Zahlen aus dem Finanzministerium bestätigen jedenfalls einen steigenden kriminellen Trend von Bargeldschmuggel - ab 10.000 Euro müsste man ja eigentlich die Einfuhr deklarieren. Gegenüber 2012 gab es im vergangenen Jahr eine Steigerung bei den Aufgriffen um mehr als 55 Prozent. Bei insgesamt 130 Amtshandlungen des Zolls wurden demnach 8,2 Millionen Euro beschlagnahmt (2012 waren es im Vergleich "nur" knapp 5,3 Millionen). Das meiste Schwarzgeld wurde im Dreiländereck (21 Fälle) und am Flughafen Wien- Schwechat (72 Fälle) gefunden. Den Schmugglern droht eine Anzeige samt saftiger Geldstrafe.

Die Auswirkungen bei unseren deutschen Nachbarn sind freilich noch dramatischer. Nach 9,3 Millionen Euro im Jahr 2012 wurden im Vorjahr vom Zoll sage und schreibe 573 Millionen Euro an Schwarzgeld in bar beschlagnahmt...

23.04.2014, 17:00
Christoph Budin, Kronen Zeitung/red
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